Grüne Branche

Die CMA will umstrukturieren

Große Veränderungen kündigt die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) für das kommende Jahr an: Laut einer Pressemitteilung wird der CMA-Geschäftsführer Markus Kraus zur Grünen Woche im Januar 2008 ein umfassendes Konzept zur Neuausrichtung und Umstrukturierung der CMA vorlegen. In diesem Zusammenhang will sich die CMA auch um eine immer wieder geforderte Transparenz bemühen, war dazu zu erfahren. So werde es künftig einen Geschäftsbericht geben. Ziel der Neuausrichtung sei, so heißt es in der Vorab-Pressemeldung, gemeinsam mit den Absatzfonds die Stärken der CMA auszubauen - hin zu einer konsequent dienstleistungs-orientierten CMA mit einem geschärften Profil. Man wolle künftig neue Wege im Marketing gehen und für alle Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft der wichtige Ansprechpartner in Marketingfragen sein. Eines der Ziele, so war zu vernehmen, könne beispielsweise heißen, weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Produkte auf den Markt zu bringen. Um ihre Ziele zu erreichen, möchte die Organisation bürokratische Strukturen abbauen, Organisationsabläufe optimieren und Exportaktivitäten verstärken.

Die Umstrukturierungen werden, so vermutet Dr. Rainer Krämer, Referat Blumen innerhalb der CMA, den gartenbaulichen Bereich eher wenig betreffen: "Mit drei bis vier Prozent des Beitragsaufkommens haben wir auch in der gesamten Umstrukturierung eher eine Randbedeutung." Die Arbeit und Struktur dieses Bereiches sei sehr zufriedenstellend, deshalb sehe er hier auch kaum Handlungsbedarf. Mit ganz großen Änderungen sei hier deshalb nicht zu rechnen. Konkretes werde aber erst im Januar zu erfahren sein. "Sicher werden auch wir unser Portfolio noch einmal kritisch prüfen - aber das tun wir auch dank der Arbeit in den Ausschüssen sowieso regelmäßig." Die Finanzierung von Marketingmaßnahmen werde auch in Zukunft sehr gezielt erfolgen. Nämlich nur dann, wenn dadurch die von der CMA gesetzten mittel- und langfristigen Ziele der Absatzförderung erreicht würden. "Innovatives Marketing wird die CMA auch in Zukunft unterstützen - und auch regionale Maßnahmen fördern." Anfragen, bei denen es nicht um klassisches Marketing ginge - beispielsweise zur Durchführung von Gartenfestivals oder anderen Veranstaltungen, werde das Referat dagegen auch in Zukunft strikt ablehnen. Um die personelle Besetzung des Bereichs Blumen und Pflanzen innerhalb der CMA mit derzeit drei Personen fürchtet Krämer nicht: "Wir sind voll ausgelastet - und der Gartenbau mit seiner großen Anbauvielfalt hat auf jeden Fall das Recht auf regelmäßige Unterstützung durch Marketingmaßnahmen."