Grüne Branche

Die Energiewende auf dem Friedhof

Im Mai dieses Jahres stellte Aeternitas Konzepte vor, wie Friedhöfe Freiflächen zum Erzeugen von erneuerbaren Energien nutzen können. Teils kontrovers wurden die Vorschläge diskutiert. Wirtschaftlich und friedhofskulturell vertretbare Praxisbeispiele und Gesetzesgrundlagen beschreibt Landschaftsarchitekt Andreas Morgenroth in diesem Beitrag.

Einfachverglastes Mosaikfenster – aus energetischer Sicht nicht optimal.

Bei einem zurückgehenden Kerngeschäft ist jeder Betrieb gezwungen, neue Geschäftsfelder zu entwickeln – dieser Grundsatz gilt auch für Friedhöfe.
Im Vergleich zu anderen Branchen besteht jedoch ein massiver Unterschied: Alle Bemühungen stehen unter dem friedhofskulturellen Vorbehalt – Vieles könnte, aber Weniges darf umgesetzt werden. Dies bedeutet in der Praxis: Ergänzende Einnahmen und verringerte Ausgaben als Kompensation für die gewachsenen Probleme dürfen nur soweit entwickelt werden, wie sie die Eigenart eines Friedhof nicht beschädigen, ein enger Grat, der ständig neu zu erwandern ist.

Ein neuer Impuls ist durch die unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima beschlossene Energiewende, die Abkehr von der fossilen und die Hinwendung zu regenerativen Energieträgern.
Friedhöfe scheinen hier auf den ersten Blick tatsächlich noch große Handlungsspielräume zu haben. Die „Energiewende auf dem Friedhof“ war demzufolge auch das Motto, unter dem die Verbraucherinitiative Aeternitas gutachterliche Aussagen für weitergehende Konzepte erlangen wollte. Lesen Sie mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 18.