Grüne Branche

Die fünfte Generation der Baumschule Bruns

, erstellt von

Nach einer Ausbildung zum Gärtner mit der Fachrichtung Baumschule absolvierte Jan-Gerd Bruns ein Bachelor-Studium des Wirtschaftsingenieurwesen und legte anschließend seinen Master in Internationalem Management in München ab. Im September 2018 stieg er ins väterliche Unternehmen, der Baumschule Bruns ein. Mit der TASPO sprach Bruns über Berufswünsche und die Zukunft im Unternehmen.

Jan-Gerd Bruns ist die fünfte Generation der Baumschule Bruns. Foto: Baumschule Bruns

Herr Bruns, Ihrer Familie gehört eine der größten Baumschulen Europas. War für Sie von Kindesbeinen an klar, dass Ihre berufliche Zukunft mit der Baumschule zu tun hat? Oder gab es Alternativen?

Klar hat man als Kind auch Berufswünsche wie zum Beispiel Pilot zu werden, aber bei mir war schon immer früh klar in welche Richtung es geht. Schon früh habe ich bei uns im Garten mitgeholfen und war mit meinem Vater bei Führungen in die Baumschule unterwegs. Man wächst da rein, wenn man immer Bezug zum Familienunternehmen hat. Dennoch wurden mir und meinen drei Geschwistern, die teilweise in ganz anderen Branchen arbeiten, immer offen gelassen welchem Beruf wir ausüben wollen.

Die Wahl Ihrer Studienfächer legt die Vermutung nahe, dass Sie eines Tages die Nachfolge Ihres Vaters antreten und der Geschäftsführer der fünften Bruns-Generation sein werden. Wie sind die Pläne?

Ja das stimmt über fast 10 Jahre ging mein Ausbildungsweg in diese Richtung. Ich habe viele Einblicke in andere gartenbauliche Betriebe aber auch branchenfremden Unternehmen bekommen und viel gesehen. Jetzt bin ich über ein Jahr in unserer Baumschule beschäftigt. Ich denke es wird seine Zeit brauchen bis ich mich voll in die Unternehmensstruktur eingearbeitet habe und solange wird mich mein Vater auch unterstützen.

Was macht Ihnen besondere Freude an der Arbeit im Unternehmen?

Die Vielfalt, es ist nicht ein einfacher Bürojob, sondern wir sind viel in der Baumschule unterwegs, machen Führungen, besuchen Veranstaltungen und sind in vielen Ländern Europas unterwegs. Und das Besondere - die ganze Branche kennt sich irgendwie.

Gibt es auch unangenehme Arbeiten?

Es gibt bestimmt auch unangenehme Arbeiten, mir fallen spontan explizit keine ein. Dennoch ist es wichtig denke ich, dass man darauf achtet dass die angenehmen Faktoren überwiegen und dass es einem gefällt was man macht.

Womit sind Sie zurzeit beschäftigt?

Zurzeit bin ich im Vertrieb für die Schweiz und die Bodenseeregion tätig. Schon seit längerer Zeit bin ich auch mit unseren Marketingaufgaben, wie z.B. der Website, Soziale Netzwerke, der Gestaltung des Katalogs ecetera beschäftigt. Zudem haben wir dieses Jahr die Platform BRUNSonline gelauncht, auf der man projektbezogene Bildermappen und Preisanfragen quer durchs Sortiment online beziehen kann.

Ihr nächstes mittelfristiges Ziel?

Ich denke es ist wichtig, dass wir uns als Baumschule noch stärker dem Thema Digitalisierung widmen, gerade in den Bereichen Produktion als auch Vertrieb und Marketing. Wir haben schon viel erreicht, aber gerade dort ist noch Potenzial. Deswegen habe ich mich auch schon in meiner Masterarbeit mit dem Thema beschäftigt.

Die Baumschule bedeutet für Sie ….

Es ist natürlich etwas besonderes aus einer Baumschule zu kommen, die sich seit 1876 so einen positiven Ruf weit über die Grenzen Deutschlands erarbeitet hat. Darauf bin natürlich sehr stolz auf das was die Generationen vor mir erarbeitet haben und zum anderen habe ich natürlich Respekt vor der Aufgabe diesen Weg erfolgreich weiterzugehen, dennoch schaue der Zukunft sehr positiv entgegen.