Grüne Branche

Die gemeinsame Stärke der deutschen Blumengroßmärkte

"Es gibt viele Ähnlichkeiten in den Vermarktungsformen, in der Angebotsstruktur, der Kundenansprache oder der internen Organisation. Da ist es nur sinnvoll, dass wir näher zusammenrü-cken", meint Peter Skowasch, Vorstand des Blumengroßmarktes Berlin. Er bezieht sich nach eigenen Angaben damit auf die informelle "Gruppe deutscher Blumengroßmärkte", die seit etwa zwei Jahren gemeinsame Marketingaktivitäten plant und durchführt. Zur Gruppe gehören zurzeit die Märkte in Berlin, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Mannheim und München. Eine zentrale Aktivität dieser traditionellen Blumengroßmärkte sei die gemeinsame Herausgabe der Fachpublikation "Markt Blatt", die vor vielen Jahren vom Hamburger Blumengroßmarkt entwickelt wurde. Ergänzt um Beiträge, die jeweils die spezifische Situation der einzelnen Märkte durchleuchten, werde das "Markt Blatt" viermal jährlich bundesweit zur Fach-Info des Blumeneinzelhandels eingesetzt. "Wir möchten insbesondere von unseren Kernzielgruppen besser wahrgenommen werden", erklärt Hans-Georg Biller aus Mannheim. Gemeint sei damit vor allem der Blumenfachhandel, den "wir durch Information aber ebenfalls durch vielfältige Aktionen unterstützen möchten", ergänzt Herbert Kettermann vom Blumengroßmarkt Dortmund. So werden die Märkte gemeinsam mit einem Gruppenstand auf der IPM vertreten sein, wo auch die Fachdemonstrationen der "deutschen Champions" durch Sponsoring unterstützt werden.

Überregional aktiv sein, ohne dabei die regionalen Eigenarten zu vernachlässigen, bewährte, traditionelle Vertriebsstrukturen in ihren Stärken zu kommunizieren und durch Kostenteilung mehr ermöglichen, als ein einzelner Blumengroßmarkt realisieren könnte - so ließe sich die Grundüberlegung der "Gruppe deutscher Blumengroßmärkte" definieren. Die finanziellen Mittel fließen in die Förderung des Blumeneinzelhandels.