Grüne Branche

„die Raumbegrüner“ feiern 20-Jähriges

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Auf einer gemeinsamen Zugfahrt entwickelten Wolfgang Rogel (Obertshausen) und Lutz-Peter Kremkau (Holle) 1996 die Idee für einen bundesweiten Verbund. Von zwei Betrieben wuchs der Qualitätsverbund „die Hydropartner“ – der seit 2001 „die Raumbegrüner GmbH“ heißt – auf heute 18 Partner, in jedem Bundesland mindestens einer.

Vertikale Grüne Wand im Golfhotel Lipperswil. Foto: art aqua

Sich engagieren, investieren und gemeinsam wachsen – das führte laut Kremkau dazu, dass der Verbund noch heute erfolgreich besteht. In fünf Unternehmen hat die Partnerschaft bereits über den Generationswechsel hinaus Bestand.

Jeder Raumbegrüner-Betrieb mit eigenem Know-how

„Jeder Betrieb hat sein besonderes Know-how“, erklärt Kremkau, der den Verbund heute immer noch leitet. Der eine bietet ein Pflanzen-Hotel zur Überwinterung, der nächste Dach- und Terrassenbegrünung, Balkonkästen mit System, das Blumen-Abo oder Weihnachtsbäume fertig geschmückt für Firmen, Pflanzen-Service bei Umzügen – jeder habe eine gute Zukunft, der sich auf sein Können besinnt und bereit ist, seinen eigenen Weg zu gehen, so Kremkau.

Qualitätsstandards, durch die Fortbildung zum zertifizierten Raumbegrüner, die Mitwirkung in Forschungseinrichtungen und internationalen Netzwerken, aber auch Produktentwicklungen wie beim Thema Vertikales Grün seien den Raumbegrünern zu verdanken. Ihr System haben sie sich schützen lassen: Nun wirken ihre „Plant-ed Walls“ in immer mehr Unternehmen als Photosynthese-Tower und verbessern das Raumklima.

Darüber hinaus gab es Filmprojekte, ein breit aufgestelltes Marketing wurde initiiert und ein System für Pflanzenleasing aufgebaut.

Raumbegrüner beraten und bemustern in Zukunft am Bildschirm

Auf technologischer Seite sehen die Raumbegrüner ihre nächsten Entwicklungen für die Zukunft, so soll etwa die komplette Beratung am Bildschirm mit animierter Bemusterung erfolgen. Das bisherige Anfahren von Mustern passiere dann „höchstens für die Haptik. Jegliches Material wird digital darzustellen sein – ein enormer, aber notwendiger Aufwand“, erzählt Kremkau.

Er selbst hat in seinem Unternehmen soeben die mobile Zeiterfassung eingeführt: Der Pflegeservice checkt den Zeitaufwand beim Kunden per Smartphone; das gibt Signal, wenn die eingeplante Zeit überschritten ist. Für die Mitarbeiter aller Partnerbetriebe plant man e-Learning-Module, aber auch Studienreisen „zum Anfassen“, die erste nach Costa Rica.

Arbeitshandbücher und modulare Leistungsverzeichnisse sollen künftig als abrufbare Bausteine die Betriebsorganisation erleichtern. Produkte sollen anwendungsbezogen nach Kunden und Branchen entwickelt und künftig noch attraktiver vermarktet werden.