Grüne Branche

Digitales Gedenken in Aschersleben

Auf einem Erinnerungspfad in Aschersleben wird verdienstvollen Stadtsöhnen gedacht. Um Infos abzurufen, braucht es ein Smartphone oder Tablet. Denn an den Grabstellen sind QR-Codes angebracht.

Auf dem Friedhof in Aschersleben können interessierte Besucher mittels ihrem Smartphone Informationen zum Grab abrufen. Foto: Susanne Thon

Friedhöfe erzählen Geschichte(n) von Menschen, die Spuren hinterlassen haben. In Aschersleben, der ältesten Stadt in Sachsen-Anhalt, ist das nicht anders. Da gab es die Fabrikantenfamilie Bestehorn, deren Papierwarenunternehmen eines der größten in Europa war, oder den Architekten Hans Heckner, dessen unverkennbarer Stil das Stadtbild bis heute prägt. Sie sind nicht die einzigen Persönlichkeiten, die auf dem 16 Hektar großen Zentralfriedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Damit das nicht in Vergessenheit gerät, hat der städtische Bauwirtschaftshof einen Erinnerungspfad angelegt. Das Besondere daran: An 15 ausgewählten Grabstellen sind QR-Codes angebracht. Die schwarz-weiß gepixelten Quadrate verbinden den realen Gedenkort mit der virtuellen Welt und führen – einmal eingescannt – direkt auf eine Erinnerungsseite im Netz, die von der ortsansässigen Werbeagentur Layoutzone ins Leben gerufen wurde. Auch Privatpersonen können darauf mit eigenem Text, Fotos oder Video an ihre Vorfahren erinnern. Einige Kunden gibt es laut Agenturchef Silvio Merkwitz bereits. Lesen Sie mehr in der November-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 12.

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