Grüne Branche

Digitales Info-System (nicht nur) für den Friedhof

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Optisch erinnert es an ein übergroßes Smartphone – wer genauer hinschaut und das Display mittels Touchscreen bedient, erhält eine Fülle von Informationen. Die Rede ist von dem digitalen Informationssystem Navomax, das derzeit auf der Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn den Besuchern Informationen zum Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ bietet.

Das digitale Informationssystem Navomax kann derzeit auf der BUGA getestet werden. Foto: BdF/Bentomax

Navomax informiert über Grabstellen, Friedhofsgärtner und Steinmetze

„Ob touristische Informationen an der Nordsee-Promenade und Infos über exotische Tiere im Tierpark verbreitet werden sollen oder, wie nun in Heilbronn, Pflanzenwissen zu einem BUGA-Mustergrab – digitale Informationssysteme sind in Deutschland immer weiter auf dem Weg, sich als eine moderne Form der Kommunikation zu etablieren“, beobachtet Torsten Kruse, Geschäftsführer des Kieler IT-Dienstleisters Bentomax.

Das großformatige Informationssystem Navomax steht direkt am Pavillon des Bunds deutscher Friedhofsgärtner (BdF) und soll die Besucher umfassend über die einzelnen Grabstellen, die ausstellenden Friedhofsgärtner und Steinmetze informieren sowie auf allgemeine Aktionen und Veranstaltungen im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ hinweisen, berichtet der stellvertretende BdF-Vorsitzende Ralf Kretschmer.

Direkter ortsunabhängiger Zugriff auf digitales Informationssystem

Die friedhofsgärtnerischen Aussteller und deren Kontaktadressen können über eine Landkarte oder über die Karte des Ausstellungsteils direkt abgerufen werden. Mittels eines Barcodes können Besucher mit Navomax sogar Details zu einer Grabstelle auf ihrem eigenen Smartphone aufrufen und diese dann mit nach Hause nehmen.

„Besonders effektiv ist der direkte ortsunabhängige Zugriff auf das System. So können wir neue Grabinformationen, aktuelle Termine oder Besonderheiten zeitnah einpflegen“, erklärt Kretschmer, der die Betreuung des digitalen Informationssystems während der Dauer der Bundesgartenschau übernommen hat.

Anders als mit Flyern oder Werbebroschüren ermöglicht das großformatige Display informative und repräsentative audiovisuelle Präsentationsformen, ganz tagesaktuell. Die Bedienung sei einfach und kann intuitiv erfolgen. Denkbar ist ein Einsatz von Navomax auch auf Friedhöfen. Durch die bewegte Bilddarstellung können nicht nur Informationen über den Friedhof, sondern beispielsweise auch Hinweise auf Friedhofsgärtnereien oder Steinmetzbetriebe in der Nähe angeboten werden.

Voraussetzungen für Installation und Betrieb von Navomax

Voraussetzung für die Installation und den Betrieb der Stele sind ein Strom- sowie im Idealfall ein eigener Internetanschluss, um die Inhalte optimal zu aktualisieren, erklärt Kruse. Alternativ dazu kann die Stele mit einem WiFi-Modul ausgestattet werden. So wird im Umkreis des Navomax ein Hotspot zur Verfügung gestellt. Der Login kann über eine NFC-Schnittstelle des Smartphones erfolgen, alternativ aber auch über die Angabe einer E-Mail-Adresse.

Mehr zum digitalen Informationssystem Navomax lesen Sie in der TASPO 22/2019, die in unserem Online-Shop abgerufen werden kann.