Grüne Branche

Direktimporte von Holzprodukten werden schwieriger und aufwendiger

Am 3. März 2013 trat die sogenannte „EU-Holzhandelsverordnung“ in Kraft. Damit führt die Europäische Union (EU) ihren bereits 2010 begonnenen Kampf gegen den Handel mit illegal geschlagenem Holz weiter fort, denn bereits vor drei Jahren war eine erste Verordnung zum Thema erlassen worden. Zielsetzung war es dabei, Wälder in Exportländern vor illegaler Abholzung zu schützen und den Wald in seiner Funktion als Klimaschutzelement zu stärken. 

Holzimporte besonders aus außereuropäischen Ländern sind künftig mit schärferen Auflagen versehen. Foto: DSH

Rund 20 Prozent des global gehandelten Holzes stammt nach Angaben des WWF (World Wildlife Fund) aus illegalen Quellen, wobei eine Analyse aus dem Jahr 2008 ergab, dass in Deutschland zwischen sieben und neun Prozent des Marktvolumens importierter Hölzer aus nicht legalem Einschlag stammt. Dem zu begegnen, ist daher Anliegen der Holzhandelsverordnung. Verbraucher in der EU sollen sicher sein können, dass ihre Holzprodukte aus legaler Waldnutzung stammen. Im jetzt neu aufgelegten Gesetz verschärft sich das Vorgehen gegen Holzbetrüger beträchtlich. Unternehmen, die gegen die Gesetzesvorgaben verstoßen, müssen mit Freiheitsstrafen, Geldstrafen oder Abmahnungen rechnen.

Da Holzprodukte im Gartenmarkt – hier sowohl im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus als auch im Handel – zur gängigen Sortimentsstruktur gehören, hat das neue Gesetz auch Auswirkungen auf die Branche. Betroffen sind hier vor allem die Direktimporte aus Nicht-EU-Ländern, wie Rechtsanwältin Saskia Driessen, Referentin Markt und Vertrieb beim Industrieverband Garten (IVG), auf Anfrage der TASPO erklärte. Denn hier komme eine neue Dokumentations- und Nachweispflicht zum Tragen, die künftig sicherstellen soll, dass importierte Hölzer und Holzprodukte ausschließlich aus legaler Holzernte stammen. Geprüft werde dies bei der Einfuhr von Zoll und staatlichen Behörden (in Deutschland Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung). (ks)

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO 12/13, unter anderem, welche Holzerzeugnisse von der Verordnung betroffen sind, welche Angaben der Gesetzgeber für Direkteinfuhren fordert und warum die neue Gesetzgebung in der Praxis auch Verwirrung stiftet.