Grüne Branche

DIY-Branche 2004: „Unabhängig vom Wetter werden“

Während der gesamte Einzelhandel in Deutschland das Geschäftsjahr 2004 mit einem Minus von nominal 1,6 Prozent (real von 1,7 Prozent) im Vergleich zu 2003 habe abschließen müssen, gelang es der Baumarktbranche nach Angaben des BHB (Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, Köln), eine kleine Umsatzsteigerung herauszuarbeiten. Weniger erfreulich entwickelten sich aber demnach die gewohnten Verkaufsschlager aus dem Bereich Garten. Wechselhafte Wetterbedingungen und vor allem hohe Niederschlagsmengen im Sommer ließen die Grillsaison und auch die Pläne vieler Hobbygärtner sprichwörtlich ins Wasser fallen. Entsprechend lese sich die Bilanz der Gartenabteilungen vieler Baumärkte: Insgesamt wurden weniger Pflanzen, Erden, Dünger, aber auch Gartenmöbel und Dekorationsartikel verkauft als im Frühjahr/Sommer 2003. Dies hatte dem BHB zufolge Auswirkungen auf die umsatzstärkste Warengruppe Lebendes Grün/Saatgut. Im Vergleich zum Vorjahr seien hier die Verkaufszahlen um 3,4 Prozent gesunken. Auch die beiden grünen Segmente Gartenhartware sowie Gartenmöbel und Dekoration hätten Umsatzeinbußen von 2,5 oder 4,2 Prozent verzeichnet. Diese Entwicklung bestätige noch einmal die große Bedeutung der klimatischen Bedingungen für den Gartenmarkt, deren Auswirkung auf die Verkaufszahlen und somit auf das Gesamtergebnis der Baumärkte. Bereits diese drei Warengruppen erreichten laut BHB gemeinsam einen Anteil von 21,3 Prozent am Gesamtumsatz der Baumärkte.