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DIY-Markt: Nachholbedarf bei Online

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Große Wachstumschancen bietet im deutschen Do-it-yourself-Markt nach wie vor der Online-Handel. „Wir gehen davon aus, dass der E-Commerce-Anteil in den nächsten zehn Jahren auf mindestens 15 Prozent ansteigt“, so Dr. Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel bei A.T. Kearney.

Heimische Cross-Channel-Anbieter: klare Abgrenzung vom Online-Riesen Amazon

Einer aktuellen Untersuchung der Managementberatung zufolge müssten sich die heimischen Cross-Channel-Anbieter aber klar vom weltweit größten Online-Marktplatz Amazon abgrenzen. „Sie stehen jetzt vor der Entscheidung, in welchen Sortimenten sie Best-in-class sein wollen. Amazon bei der Angebotsvielfalt toppen zu wollen ist jedenfalls keine zielführende Option“, so Warschun weiter.

Beim dynamischen Pricing und Produktplacement gebe es Nachholbedarf, um bessere Margen zu erzielen. Während Amazon oder Otto sicherstellen, dass unter den Top 30 der gelisteten Produkte nur solche zu finden sind, die von Kunden gut bewertet werden, ist dies in den Online-Shops der deutschen DIY-Cross-Channel-Anbieter nicht der Fall.

Wer international wettbewerbsfähig sein will, muss in der Nische Kompetenz zeigen

„Strategisches Online Category Management ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zukunft“, so A.T. Kearney-Experte Warschun. „Wer international wettbewerbsfähig sein will, muss in der Nische Kompetenz zeigen. Anschauliche Produktinformationen, ausführliche Vergleiche, interessanter Content oder bequeme Zahlungsmodalitäten bieten Mehrwert, den die Kunden honorieren.“