Grüne Branche

Drei Jahre Haft für Bestatter - Hinterbliebene betrogen

Weil er Hinterbliebenen betrogen hat, muss ein Bestatter drei Jahre ins Gefängnis. Nach Berichten der „Sächsischen Zeitung“ hat der 39-Jährige Anfang April vor einem Berliner Amtsgericht gestanden, Geld für Bestattungen in seine eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Der gelernte Bürokaufmann hatte vor allem anonyme und Seebestattungen zu Discountpreisen angeboten. Besonders verwerflich sei dem Gericht zufolge, dass der Bestatter Trauersituationen ausgenutzt habe.

Im Zeitraum von Januar bis Juli 2011 seien 20 Fälle mit einem Schaden von rund 12.500 Euro ermittelt worden. Betroffen waren 19 Hinterbliebene und ein Bestattungsinstitut, das der Verurteilte mit Leistungen beauftragt hatte. Statt die Urnen beizusetzen, hatte er sie in seinem Büro verwahrt. Gegenüber Angehörigen hatte der mehrfach vorbestrafte Betrüger eigenen Angaben nach wiederholt behauptet, die Verstorbenen würden in einem Ruheforst bestattet. Als er eine neuerlich Strafe wegen Betruges antreten musste, habe er einen Kollegen gebeten, sich um die Urnen in seinem Büro zu kümmern. Das sei leider nicht passiert. fk