Grüne Branche

Düngungsversuch: Minimum 90 Kilo Stickstoff

7.200 Nordmanntannen wurden über zwei Jahre in einen Düngungsversuch der Baumschul-Fachberatung Herbert Sanftleben und der Compo-Expert GmbH einbezogen. Ziel war es herauszufinden, welche Nährstoffmengen im fünften und sechsten Standjahr nötig sind, um gutes Wachstum, eine optimale Färbung und einen guten Knospenbesatz zu erzielen.

Visueller Eindruck im November 2012 von Trieben und Nadeln nach unterschiedlichen N-Gaben. Werkfoto

Die Stickstoffmenge wurde in diesem Versuch bis zu 150 Kilogramm pro Hektar in Form von NovaTec premium 15+3+20+3 gesteigert, und in drei Aufteilungsmustern (50/50, 30/70 und 70/30) gegeben. Die verschiedenen Aufteilungen zeigten allerdings keine deutlichen Effekte bei den unterschiedlichen Wachstumsparametern.

Die Terminaltrieblänge beeinflusste die Düngerkonzentration nicht, wohl aber die Nadellänge und deren Stickstoffgehalte. Bei steigenden Aufwandmengen wurden die Nadeln erkennbar größer und grüner. Der Knospenbesatz war tendenziell bei 90 Kilogramm Stickstoff je Hektar etwas stärker als bei 60 Kilogramm je Hektar. Die höchste Düngungsstufe brachte hier keine weitere Steigerung.

Fazit des zweijährigen Versuches: Bei Nordmanntannen sollten im fünften und sechsten Standjahr mindestens 90 Kilogramm N pro Hektar gegeben werden. (ts)