Grüne Branche

Durchwachsene Silphie ab Mai im Handel

In diesem Jahr, ab Anfang Mai, erobert sich die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) einen weiteren Interessentenkreis: Den der Hobbygärtner, Floristen und Imker. 

Durchwachsene Silphie. Foto: Dietrich Baumann

Sie blüht lange und reich und hat eine dekorative gelbe Blüte. Sie wird im Fachhandel in einem 11er Topf mit Informationen auf dem Stecketikett angeboten.

Es gebe schon großes Interesse bei den Imkerverbänden, sagt Dr. Wolf-Dieter Blüthner, der in der Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH, N. L. Chrestensen die Kultur der Silphie züchterisch begleitet. Erfolg versprechend sei auch der Einsatz der Silphie in Obstplantagen. Hier diene sie als Lockmittel für Bienen.

Zweiter Partner bei dem Thema Silphie ist die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL). Sie befasst sich mit den anbautechnischen Belangen. Immer noch intensiv gearbeitet werde an der TLL an dem Problem der Direktsaat. Bisher dominiere noch die aufwendige Pflanzung.

In diesem Jahr will Chrestensen in eigener Produktion rund fünf Millionen Jungpflanzen anziehen und verkaufen. Immer größere Bedeutung erhält die Silphie als alternative Energiepflanze zum Mais. Sie wird zum einen höher gefördert als Mais und zum anderen darf der Mais für die Biogaserzeugung maximal einen Anteil von 50 Prozent ausmachen.

Die Firma N.L. Chrestensen, Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH ist mit dem Projekt „Einführung der Bioenergiepflanze Silphie“ ein „Ausgewählter Ort 2012“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt wird. Anlässlich der Preisverleihung präsentiert sich die Firma am 6. September 2012 mit einem „Tag der Bioenergiepflanze Silphie“ im Erfurter Borntal, dem Firmensitz. (bau)