Grüne Branche

Edelrosen punkten

Umfrage zum Rosenmarkt 2015
Das Rosengeschäft bleibt schwierig. Viele Hoffnungen konzentrierten sich auf den Mai und den Frühsommer. Edelrosen haben aufgeholt und bekommen bei der Umfrage durchweg gute Noten.

Etwas verhaltener als sonst war in diesem Jahr die Beteiligung bei unserer traditionellen Rosenumfrage, bei der die Entwicklung der einzelnen Rosengruppen im Vordergrund steht und die zugleich schon die ersten Ergebnisse der Frühjahrssaison widerspiegelt. Fünf der großen Häuser, ein dänisches und vier deutsche Unternehmen, beteiligten sich an der Umfrage.

Entwicklung mit unterschiedlichen Vorzeichen
Die stärksten Umsatzträger sind Beet- und Edelrosen: In dieser Umfrage liegen sie mit einem deutlichen Vorsprung von 28 beziehungsweise 26 Prozent an der Spitze. Edelrosen haben in den letzten Jahren aufgeholt. Alle fünf Unternehmen bescheinigen ihnen in diesem Jahr eine gestiegene Nachfrage. Edelrosen sind die einzige Rosengruppe, bei der sich die Züchter unisono noch eine steigende Nachfrage vorstellen können.

Bei den Beetrosen fällt die Antwort auf die Frage, wie sich die Nachfrage in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, sehr unterschiedlich aus: Zwei Unternehmen stellen für diesen Zeitraum ein Nachfrage-Plus fest und rechnen damit auch in den nächsten Jahren. Zwei andere Unternehmen gehen auch in Zukunft von unveränderter Nachfrage aus.

Zwar spielen Kletterrosen umsatzmäßig in einer anderen Liga (13 Prozent), die Nachfrage entwickele sich aber recht gut: Drei Unternehmen sprechen von einer gestiegenen Nachfrage (einer von abnehmender) in den vergangenen Jahren, vier prognostizieren sogar ein Plus für die nächsten Jahre. Nur bei einem Betrieb fiel die Nachfrage schwächer aus.

Bei Strauchrosen sieht die Entwicklung weniger rosig aus: Sprechen hier drei Unternehmen von einer gestiegenen Nachfrage in den vergangenen Jahren, ist der Ausblick verhaltener: Nur ein Betrieb kann sich ein Plus bei der Nachfrage vorstellen, ein anderer rechnet mit Nachfragerückgang.
Bei Kleinstrauch- und Bodendeckerrosen werden die Vorzeichen negativ: Sinkende Nachfrage stellen zwei Betriebe fest, in der Prognose sogar drei. Mit einem Plus scheint keines der befragten Rosenhäuser zu rechnen.

Wenig Bewegung ist in der Nachfrage nach Zwergrosen: „Unverändert“, urteilen vier. Ein Betrieb stellt abnehmende Nachfrage fest. Bei Stammrosen kann sich nur noch ein Betrieb eine steigende, zwei hingegen eine sinkende Nachfrage vorstellen. In den vergangenen Jahren war die Nachfrage immerhin bei zwei Unternehmen gestiegen.

Private Nachfrage gut, im öffentlichen Sektor mau
Sehr negativ fallen auch diesmal wieder die Erwartungen beim Rosenabsatz fürs öffentliche Grün aus, wobei allerdings ein Züchterhaus mit einer steigenden Nachfrage rechnet. Bei der Nachfrage nach Rosen für Industrie und Gewerbe rechnen drei Unternehmen mit unveränderter, zwei sogar mit sinkender Nachfrage.
Positiv wird weiterhin die Absatzentwicklung der Rosen für den Hausgarten eingeschätzt, diesmal aber etwas verhaltener als im vergangenen Jahr: „Unverändert (gut)“, urteilen zwei Unternehmen. Mit einem Wachstum in diesem Segment rechnen drei der Rosenhäuser.

Welche Trends sind zu beobachten?
Zu den Fragen nach allgemeinen Trends und Verbraucherwünschen meinte Noack Rosen: „Rosen zählen nach wie vor zu den beliebtesten Gartengehölzen. Der Wunsch der Verbraucher nach besonderen Farben, gefüllten Blüten und Duft ist dabei ungebrochen. Gleichzeitig werden Eigenschaften wie Blattgesundheit und eine damit verbundene leichte Handhabung von den Verbrauchern mittlerweile als selbstverständlich angesehen.

Lesen Sie noch mehr über Trends sowie das Frühjahrgeschäft im ausführlichen Artikel in Ausgabe 06/2015 Deutsche Baumschule.