Grüne Branche

Effizientere Landwirtschaft durch „Big Data“

Konzerne beginnen bereits damit, riesige Mengen an Produktions-, Wetter- und Standortdaten auszuwerten, um so die Produktion zu optimieren. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von „Big Data“. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stellt nun auch für die deutsche Landwirtschaft 12 Millionen Euro an Forschungsgeldern zu diesem Thema bereit.

Wie kann man Big Data für die Landwirtschaft nutzen? Foto: Fotolia faithie

„Big Data“ ist Teil des digitalen Wandels, der uns allen im täglichen Leben begegnet. Für den Bundeslandwirtschaftsminister bietet ebenjener Wandel vielfältige Chancen für den Agrarsektor:

  • Leichteren Zugang zu digitalen Märkten
  • Mehr wirtschaftliche und soziale Teilhabe im ländlichen Raum
  • Effizientere Nutzung von landwirtschaftlichen Ressourcen, etwa durch zielgerichtete Düngung und Pflanzenschutz

Forschung zu „Big Data“ - Sichere Nutzung von Daten

Die Forschung soll bei der Beantwortung der Frage helfen, wie man das Potenzial von „Big Data“ verwirklichen könnte. "Wir müssen die Ausgangsbedingungen für eine sichere Nutzung der Daten schaffen, die Ideenfindungen stärken und die Vernetzung vorantreiben. Ich will gemeinsam mit den Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Basis dafür schaffen, den Fortschritt für eine sichere, gerechte und innovative Landwirtschaft zu nutzen."

300 Millionen Euro Unterstützung: „Forschung für die Praxis"

Insgesamt wird das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bis 2017 300 Millionen Euro im Rahmen der Initiative „Forschung für die Praxis" gewähren. „Die Landwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen, allen voran die Sicherung von Ernährung und Nachhaltigkeit. Das kann nur eine leistungsfähige Landwirtschaft schaffen, die Innovationen und technischen Fortschritt nutzt", sagte Schmidt vor den rund 600 Teilnehmern der Wintertagung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) in Berlin.

Anstrengungen zur Ditialisierung verstärken

Vor diesem Hintergrund rief Bundesminister Schmidt dazu auf, die Anstrengungen zur Digitalisierung zu verstärken: "Nur wenn wir die Produktionsdaten in Deutschland erfassen, dokumentieren und managen, können wir auch in Zukunft das Potenzial dieser Daten nutzen, ohne uns von Dritten abhängig zu machen oder Eingriffe hinnehmen zu müssen. Die Erfahrungen aus anderen Lebensbereichen sollten uns hier eine Lehre sein." (ts)