Grüne Branche

Effizienz steigern in Produktion und Vermarktung von Azerca

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Was bedeuten Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung für den Gartenbau? Diesen Fragen und ihrer Beantwortung widmete sich die diesjährige Azerca-Wintertagung in Rain am Lech.

Die Teilnehmer der Azerca-Wintertagung besuchten drei Gartenbaubetriebe in Rain am Lech. Foto: Banse

Adäquate Forschung und gemeinsames Engagement

All die oben genannten Faktoren seien für den Branchenzweig eine Herausforderung, die nur mit adäquater Forschung und gemeinsamem Engagement gemeistert werden kann, ist sich Hartmut Weimann, Vize-Präsident des Zentralverbands Gartenbau sicher. Die 60 Teilnehmer der Wintertagung Azerca (25. bis 27. November) konnten sich in Arbeitsgruppen mit spezifischen Fragen aus dem Betrieb an Experten wenden, die in einem Impulsvortrag ihren Themenkreis umrissen. Das Feintuning eines Klimacomputers erläuterte Stefan Wartenberg vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, u.a. bei Energieschirmen, Lüftung, Heizung und Be- und Entwässerung.

Wintertagung Azerca: mehr digitale Kommunikation

Zunehmende Kommunikation und Verkauf über das Internet prognostizierte Markus Kobelt, Inhaber der Firma Lubera. Er rief die Azercaner auf, mit einfachen Mitteln dort stärker präsent zu sein und den direkten Draht zu den Kunden zu suchen. Damit werde ein hoher Informationsverlust über die einzelnen Vermarktungsschritte vermieden.
Kleinere Windanlagen zur Stromgewinnung lohnen sich für Gartenbaubetrieb kaum, erläuterte Stefan Hartmann vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft. Um einen Nutzen der Solarstromgewinnung für den einzelnen Gartenbaubetrieb abschätzen zu können, bot er den Azercanern eine Übersicht der notwendigen Voraussetzungen und Berechnungen an.

Azercaner besichtigen Dechant Gartenbau

Vielfältige Kulturen, aber auch vielfältige Wege der Energiegewinnung erlebten die Azercaner bei den Besichtigungen von Dechant Gartenbau, Hartmann Gartenbau und Gartenbau Seidl in der Gärtnersiedlung Rain. Biogasanlage, Blockheizkraftwerk, Kohle- und Gaskessel sowie Fotovoltaik bilden hier auch in einzelnen Betrieben einen vielfältigen Mix. Josef Seidl tauscht mit seinem Nachbarn die Energie aus unterschiedlichen Quellen aus, je nachdem, welche aktuell günstiger ist. Aus Mitteln des Energieeffizienzprogrammes wurden zudem seine Luftentfeuchter gefördert, die nicht nur eine Wasserrückgewinnung ermöglichen, sondern die notwenige Energie zur Heizung absenken.

Die nächste Azerca-Wintertagung wird in Potsdam vom 17. bis 19.November 2019 stattfinden.