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Eichenprozessionsspinner: Tipps für sichere Beseitigung

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Viele Regionen in Deutschland haben in diesem Jahr verstärkt mit Eichenprozessionsspinnern zu kämpfen. Das Problem: Die Brennhaare der Raupen können zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Bei der Beseitigung der Raupen und ihrer Nester ist daher besondere Vorsicht geboten. Doch was genau ist dabei zu beachten?

Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners lassen sich zuverlässig mit Sicherheitssaugern der Staubklasse H beseitigen. Foto: Nilfisk

Wie eine Umfrage von Nilfisk – Anbieter von professioneller Reinigungstechnik und insbesondere von Sicherheitssaugern – bei seinen Kunden ergab, ist die wirksamste und zugleich schonendste Methode das Absaugen mit Sicherheitssaugern der Staubklasse H. Was genau für die sichere Beseitigung von Eichenprozessionsspinnern zu beachten ist, hat das Unternehmen auf Basis des Kunden-Feedbacks zusammengefasst.

Schutzkleidung ist unabdingbar

Allein der Aufenthalt im Gefahrenbereich ist sehr gefährlich und kann heftige Hautausschläge, die ärztlich mit Cortison behandelt werden müssen, zur Folge haben. Während des Arbeitseinsatzes steigt das gesundheitliche Risiko noch einmal deutlich an. Daher müssen die Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens für die Beseitigung der Eichenprozessionsspinner zwingend mit einem Schutzanzug, Augenschutz sowie einer Atemschutzmaske ausgestattet werden.

Leistung und Behältervolumen des Saugers sind entscheidend

Vor allem die Brennhaare, die beim Kontakt mit Mensch und Tier leicht abbrechen, sind gefährlich und gleichen in ihrer Konsistenz Faserstoffen wie Asbest. Deshalb ist es zwingend erforderlich, bei der Beseitigung der Eichenprozessionsspinner-Raupen einen Sicherheitssauger der Staubklasse H einzusetzen. Im Anfangsstadium (Anfang bis Ende Mai) können die noch kleinen Raupen zuverlässig mit Saugern mit 30 bis 40 Litern Behältervolumen beseitigt werden.

Von Juni bis August müssen Anwender allerdings auf einen Sauger mit mehr Leistung und einem größeren Behältervolumen (etwa 50 Liter) umsteigen. Pro Baum müssen Anwender mit einem Zeitaufwand von einer bis eineinhalb Stunden rechnen.

Sichere Entsorgung in der Müllverbrennungsanlage

Die Sauger sollten über Sicherheitsfiltersäcke verfügen, die eine sichere Entsorgung ermöglichen. Einmal eingesaugt, lassen sich die Raupen schnell vernichten – ein leider unumgänglicher Weg, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners einzudämmen. Wichtig: Die Säcke müssen in einer Müllverbrennungsanlage abgegeben werden.

Warum nicht Abflammen oder Pestizide nutzen?

Experten raten dringend vom Abflammen ab; dabei verliert die Raupe ihre gefährlichen Brennhaare, die dann durch Luft und Thermik weitergetragen werden. Das muss unbedingt verhindert werden, denn die Haare können bis zu vier Jahre später noch allergische Reaktionen auslösen.

Hingegen ist der Einsatz von Pestiziden zwar im Anfangsstadium möglich – zu diesem Zeitpunkt sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners aber noch so klein, dass sie sehr schwer mit bloßem Auge zu erkennen sind. Bereits größere Raupen sind nahezu resistent gegen den Einsatz von Giftstoffen.