Grüne Branche

Ein Garten für die Rose

Das Rosarium 2000+ auf Schloss Ippenburg
Eine ganz neue Rosensammlung wurde 2013 auf Schloss Ippenburg im Osnabrücker Land angelegt - das Rosarium 2000+. Die Anlage ist schlicht und klar gestaltet. „Ich wollte ein lebendiges, modernes Rosenmuseum schaffen, das die Rose in ganz neuen Facetten zeigt", erklärt die Schlossherrin Viktoria von dem Bussche „vergleichbar einem Museum für zeitgenössische Kunst."

Ein lebendiges, modernes Rosenmuseum: das Rosarium 2000 auf Schloss Ippenburg. Foto: IPP/Nepke.

Rose trifft Moderne
Die Sammlung umfasst ausschließlich Neuzüchtungen seit der Jahrtausendwende. Jedem Jahr ist ein eigenes Quartier gewidmet, in dem die Rosen jeweils in vier bis sechs Feldern nach Farben geordnet gepflanzt wurden. Dazwischen Gräser, Stauden und Formgehölze. „Die strenge Geometrie erzeugt in Verbindung mit den naturhaft und sinnlich wirkenden Rosen spannende Kontraste - für mich die reine Poesie!", schwärmt von dem Bussche.

Poesie statt Klischee
Die Landschaftsarchitektin und Rosenkennerin Ursula Gräfen wählte bewusst ungewohnte, zum Teil gewagte, aber immer sinnlich wirkende Kombinationen aus Rosen und Begleitpflanzen. Gräser, Lavendel, Stauden aber auch Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen oder Zinnien rahmen und umspielen die Rosenblüten. „Die Rose wird von jeder kitschigen Romantik befreit und kann sich hier so entfalten, wie es ihr als Königin der Blumen gebührt", so Gräfen. Neue Eindrücke zu gewinnen, Klischees hinter sich zu lassen oder neu zu interpretieren - das sind die Ziele dieser zukunftsweisenden Rosensammlung, die jedes Jahr um ein Quartier erweitert wird.

Nur die schönsten Rosenneuheiten namhafter Züchter werden in das Rosarium 2000+ aufgenommen. Dies sind zum Beispiel im Quartier 2001 die Beetrose 'Belle de Seigneur' mit creme-, hellrosa- bis apricotfarbenen Blüten, im Quartier 2012 die orangeleuchtende Strauchrose 'Sonnenwelt' oder im Quartier 2013 die Rose 'Eyeconic' mit einem ganz neuen Blütenbild: Ihre leicht gefüllten, exotisch wirkenden Blüten erinnern an Hibiskus. Die meisten erkennen erst auf den zweiten Blick, dass es sich um eine Rose handelt.

3.-6. Juli: Gartenlust und Landvergnügen
Die Ippenburger Schlossgärten und das Rosarium 2000+ gehören zum privaten Familienwohnsitz, weshalb das Gelände nicht frei zugänglich ist. „Wir veranstalten jedoch große Festivals, an denen Tausende Besucher in die Schlossgärten strömen", so von dem Bussche. Vom 3. bis 6. Juli bietet sich zu „Gartenlust und Landvergnügen" wieder die Gelegenheit, das Rosarium 2000+ in voller Pracht zu erleben. Wie in einer Enzyklopädie können Besucher die einzelnen Rosen-Jahrgänge betrachten. Diskret angebrachte Schilder verraten, um welche einzelnen Sorten es sich handelt - mit Namen, Alter und Herkunft.

Rosenliebhaber können im Ambiente des neugotischen Schlosses die Rosenfülle genießen und dabei neue Gestaltungsideen und Inspirationen für ihre eigenen Gärten entdecken. Ursula Gräfen bietet an den Festivaltagen Rosenspaziergänge an, bei denen die Expertin Wissenswertes zu Pflege, Gestaltung und Begleitpflanzung erklärt.

3.-6. Juli 2014: „Gartenlust und Landvergnügen"

Schloss Ippenburg
Schloßstr. 1
49152 Bad Essen

Öffnungszeiten: 11-19 Uhr an den Festivaltagen

Tagesticket: 15 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.

www.ippenburg.de 

Quelle: IPP