Grüne Branche

Ein verkannter Frühlingsblüher

Schon seit etlichen Jahren ist das Senetti-Sortiment im Markt vertreten. Derzeit besteht es aus neun Sorten in Violett-, Pink- und Blautönen sowie Sorten mit zweifarbigen Blütenzeichnungen.

Es handelt sich um nahe Verwandte der Zinerarien, botanisch Pericallis x hybrida, früher Senecio cruentus-Hybriden, die als Zimmertopfpflanzen altbekannt sind. Damit lässt sich vermutlich auch die Bezeichnung Senetti, abgeleitet von „Senecio“, erklären. Allerdings können Senettis, eine Züchtung aus dem Hause Suntory, nicht nur als Zimmerpflanzen, sondern sehr gut auch im Freien, auf Balkon, Terrasse und in Rabatten verwendet werden. Insofern stellen sie eine Art Freilandzinerarien dar, die mit ihren relativ großen, margeritenähnlichen Blüten in leuchtenden Farben, imposante Effekte erzeugen. Die Pflanzen wachsen aufrecht, buschig verzweigt und erreichen, je nach Vorkultur, eine Wuchshöhe von 25 bis 30 Zentimeter, die mit der Blüte abgeschlossen ist. Ihre Hauptangebotszeit erstreckt sich von Mitte März bis Mitte April.

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Man kann sich zurecht fragen, warum es dem attraktiven Frühlingsblüher bisher nicht gelungen ist, auch für die erste Saisonbepflanzung auf Grabstätten von Friedhofsgärtnern berücksichtigt zu werden. Senettis könnten tatsächlich eine Lücke im Sortiment schließen. Zwar ist das Angebot an Frühlingsblühern für die Grabbepflanzung heute in seiner Vielfalt an Arten und Farben nicht mehr zu vergleichen mit früheren Jahren. Die meisten von ihnen, ob Primeln, Viola, Bellis oder Myosotis, wachsen allerdings relativ kompakt, im Bereich von zehn bis 20 Zentimeter Höhe. Mehr dazu in der September-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 22.