Grüne Branche

Eine Himmlische Stadt der Kinder

In einer geschützten Ecke, umgeben von hohen Laubbäumen und einer Rhododendronhecke in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergrabfeld auf dem Friedhof in Bargteheide/Schleswig-Holstein wurde im Mai dieses Jahres die „Himmlische Stadt der Kinder“ eröffnet. Sie ist eine Gedenkstätte für Stillgeborene Kinder, folgt aber einem viel umfassenderen Konzept, als es Gedenkstätten dieser Art sonst bieten.

Im Mai dieses Jahres wurde die Gedenkstätte für Stillgeborene als „Himmllische Stadt der Kinder“ in Bargteheide eingeweiht. Foto: Jennerich

Ein kreisförmig aufgestellter, niedriger weißer Staketenzaun umgibt eine Ansammlung von Tonhäuschen. Ein wenig erinnert das Ensemble an ein Meerschweinchen-Gehege im Zoo, aber diese kleinen Stadt will nicht einsperren. Die in den Zaun eingelassene Pforte steht hier weit offen und lädt zum Betreten des Areals ein. Zu den „fest installierten“ Elementen der Himmlischen Stadt gehört ein solarbetriebener Quellstein und ein tief beasteter Ahorn, der ein wenig lichten Schatten spendet. Die leicht orientalisch anmutenden verschieden großen Tonhäuser entstanden in einem Workshop in diesem Frühjahr. Sie weisen kleine Balkone, Zwiebeltürmchen sowie geschwungene Tür- und Fensteröffnungen auf. Mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 15.