Grüne Branche

Einkommenskombinationen sind nicht ohne Tücken

Ob Hofcafé oder Gästezimmer - Einkommensalternativen auch auf selbstständiger Basis haben nicht nur familiäre und steuerliche, sondern auch sozialrechtliche Konsequenzen. Vertretbare Beiträge und nur eine Berufsgenossenschaft als Ansprechpartner - die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft kann dies bieten und das zweite Standbein mitversichern. Automatisch greift dann auch eine Besonderheit, die es nur in der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Unfallversicherung gibt, nämlich die Mitversicherung des Unternehmers und seines Ehegatten kraft Gesetzes. Fällt das zweite Standbein in die Zuständigkeit einer gewerblichen Berufsgenossenschaft, gelten jedoch besondere Regelungen. Wird das zweite Standbein (Nebenbetrieb) von der Ehefrau des landwirtschaftlichen Unternehmens geführt, sind vor allem die finanziellen Folgen für die bis dahin häufig kostenfreie Familienversicherung zu beachten. Unabhängig davon sind einschlägige Einkommensgrenzen zu berücksichtigen. Diese werden - bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleichermaßen - bei einem Gesamteinkommen ab 355,01 Euro nach steuerlichen Grundsätzen alternativ ab 400,01 Euro bei einem Minijob (beide Beträge monatlich) bereits überschritten. Hierbei handelt es sich im Grunde um eine altbekannte Regelung.