Grüne Branche

Einmal pflegeleicht bitte!

Rosen und Stauden
Die optischen Vorzüge mit Stauden aufgewerteter Rosenpflanzungen haben sich in der Gartengestaltung seit Langem herumgesprochen. In der Praxis scheinen sich die Pflanzungen jedoch nicht immer dauerhaft zu bewähren.

Der Grund liegt meist in zu wenig berücksichtigten Ansprüchen der Pflanzen. Auch wenn das Hauptzüchtungsziel für moderne Rosen die Blattgesundheit ist, vertragen die meisten Rosen mangelnde Belüftung durch zu dichte Bepflanzung nach wie vor nicht. Ebenso lieben Rosen „freie Füße“, was die Kombination mit Stauden nicht ganz einfach macht.

Düngefehler bei der Kombination mit Stauden aus dem mediterranen Raum (Rosen hoher, mediterrane Stauden geringer Nährstoffbedarf) oder bei Verwendung von Rindenmulch führen zu unbefriedigenden Ergebnissen. Um dennoch von der Schönheit dieser Pflanzenkombination zu profitieren, sollten einige grundsätzliche Regeln beachtet werden.

Passende Stauden, robuste Rosensorten wählen
Die Standortansprüche von Rosenbegleitstauden sollten gut zu denen von Rosen passen. Das heißt: sonnige Pflanzplätze, tiefgründige, lockere, gut nährstoffversorgte, trockene bis frische Böden und möglichst ausgeglichene Temperaturen. Es handelt sich hierbei zum größten Teil um Stauden aus dem Lebensbereich Beet und Freifläche. Für eine lange Blütezeit des Rosenbeetes sollten auch Stauden gewählt werden, die vor und nach den Rosen blühen.

Nur wirklich gesunde, wüchsige Rosensorten bieten auch nach Jahren der Kombination mit Stauden ein schönes Bild (zum Beispiel die Kleinstrauchrose 'Sweet Haze' oder die Strauchrose 'Waterloo'). Sichtungsergebnisse geben dazu hilfreiche Hinweise.

Abstand tut jeder Beziehung gut
Mit einem Abstand von mindestens 50cm um den Fuß der Rosen lassen sich unterschiedliche Nährstoffansprüche besser berücksichtigen. Auch das Ausputzen von Stauden und Rosen macht mehr Vergnügen, wenn man nicht unbeabsichtigt in Dornen greift.

Alle silber- und graulaubigen Stauden wie Lavendel oder Silberraute, die sehr schön mit Rosen wirken, stammen aus anderen Lebensbereichen (nährstoffarme, sandig-steinige Substrate) als Rosen. Auch das spricht für einen Abstand.

Pflegeleicht kombiniert mit der richtigen Auswahl
Das Ziel einer dauerhaften Stauden-Rosen-Pflanzung mit guter Wirkung über die gesamte Vegetationszeit lässt sich durch geeignete Pflanzenauswahl und entsprechende Pflegemaßnahmen durchaus erreichen.
Gärtnerhände und -nerven werden geschont, wenn man zu Rosen Stauden kombiniert, die nicht zu häufig ausgeputzt oder in ihrem Ausbreitungsdrang eingegrenzt werden müssen.

Beispiele für Stauden als Partner finden Sie als Download unter:
www.deutschebaumschule.de

Sylvia Schnick, Eichstetten

Lesen Sie den ausführlichen Artikel in Ausgabe 06/2015 Deutsche Baumschule.