Grüne Branche

Einzelhandel: Nicht zufrieden mit Umsätzen im Mai

Nach wie vor gestaltet sich die Stimmung des grünen Einzelhandels nicht gerade optimistisch: Im Juli lag der von der BBE-Unternehmensberatung (Köln) ermittelte Stimmungsindex für Gesamtdeutschland mit einem Wert von 96,1 erneut unter der 100er-Marke (Mai 98,3) - mit einer deutlich gespaltenen Stimmung zwischen Ost und West: Für Ostdeutschland sackt der Wert noch einmal deutlich ab auf einen Index von 63,9 (Mai 80,9), während er sich im Westen weiter erholte und auf 105 anstieg (Mai 103,5). Noch einmal zur Erinnerung: Im Zwei-Monats-Rhythmus befragt die BBE im Auftrag der TASPO je 50 Gartencenter und Blumenfachgeschäfte. Werte unter 100 bedeuten dabei, dass die Pessimisten, Werte über 100, dass die Optimisten unter den Befragten überwiegen. Ursache für die gedrückte Stimmung scheint vor allem die derzeitige Umsatzentwicklung: Im Juli gaben rund zwei Fünftel der Unternehmen weniger Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Das betraf anteilsmäßig mehr als doppelt so viel Blumenfachgeschäfte (57 Prozent) wie Gartencenter (24 Prozent) und weit mehr Ost- (56 Prozent) als Westunternehmen (36 Prozent). Sogar für die wichtigen Saisonmonate Mai und Juni gibt mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) eine schlechtere oder viel schlechtere Umsatzentwicklung als im Vorjahr an, bei dem überwiegenden Teil der Unternehmen (39 Prozent) blieb der Umsatz hier gerade einmal in etwa gleich dem Vorjahr, und nur gerade einmal ein Drittel (32 Prozent) zählte bessere Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - darunter mehr Gartencenter als Blumenfachgeschäfte und mehr West- als Ostunternehmen.