Grüne Branche

Einzigartiger Ort des Trauerns und Gedenkens

Mit dem „Wald der Erinnerung“ ist auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr – nahe Potsdam – ein Gedenkort entstanden, der getöteten Soldaten gewidmet ist. „Der Wald der Erinnerung“ ist Abbild einer Gedenkkultur der Streitkräfte.

„Der Wald der Erinnerung“ bietet sowohl einen beeindruckenden und würdevollen Rahmen für offizielles Gedenken und Besuche der interessierten Öffentlichkeit als auch einen besinnlichen Raum für die persönliche Trauer der Angehörigen und Kameraden. Zugleich vereint er die zurückgeführten Original-Ehrenhaine aus bereits abgeschlossenen Auslandseinsätzen an einem endgültigen Ort.

„Weg der Erinnerung“ führt zum „Ort der Stille“

Den Besucher empfängt zunächst ein kleines, als Durchgang gestaltetes Empfangsgebäude, das über den Gedenkort sowie die Auslandseinsätze der Bundeswehr informiert. Von hier führt der „Weg der Erinnerung“ zum „Ort der Stille“, einem ebenfalls halboffenen, schlicht gehaltenen Raum für Besinnung und Gedenken, an dem etwa Kränze abgelegt und Kerzen entzündet werden können. Er wurde bewusst konfessionslos gestaltet und steht im Zeichen des Eisernen Kreuzes, des Hoheitszeichens der Bundeswehr.

Entlang des Weges finden sich sieben Stelen, auf denen in chronologischer Reihenfolge in bronzenen Lettern die Namen und das Einsatzgebiet der bislang mehr als einhundert im Ausland getöteten Soldaten stehen. Auf die Nennung der Dienstgrade wurde an dieser Stelle bewusst verzichtet, denn, so Oberstleutnant Carlsson, einer der Pressesprecher des Einsatzführungskommandos, „im Tode seien alle gleich“. (Bianca Borowski, Potsdam)

Mehr zu der Gedenkstätte, die in ihrem Miteinander von privatem und militärischem sowie politisch-offiziellem Gedenken weltweit wohl bislang einmalig ist, lesen Sie in der April-Ausgabe der Friedhofskultur, die am 1. April erschienen ist.