Grüne Branche

ENA wählt neues Präsidium

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Bei der Sommertagung der European Nurserystock Association (ENA) kamen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Delegierte aus 19 Nationen zusammen, um über Themen wie die Green-Cities-Kampagne, den Brexit und die europäische Marktsituation für Gehölze zu diskutieren. Zudem standen Vorstandswahlen an, bei denen Henk Raaijmakers zum neuen Präsidenten gewählt wurde.

Der scheidende ENA-Präsident Jan-Dieter Bruns mit seinem Nachfolger Henk Raaijmakers, Vizepräsident Tim Van Hulle und Schatzmeister Willy De Nolf. Foto: ENA

Neues Präsidium für zwei Jahre gewählt

Vom 1. Bis 4. September trafen sich die Delegierten der Baumschulverbände aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Serbien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Türkei, um unter anderem einen neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre zu wählen. Die Führung des ENA-Verbandes wird demnach Henk Raaijmakers als neu gewählter Präsident leiten. Raaijkmakers löst damit Jan-Dieter Bruns ab, der dem Verband drei Jahre lang vorgestanden hatte. Das Amt des Vizepräsidenten übernimmt zukünftig Tim Van Hulle, Schatzmeister wird Willy De Nolf. „Sie haben mich mit Ihrer Arbeit inspiriert und mich mit Ihren Kontakten zu allen und überall überrascht“, bedankte sich der neue Präsident beim scheidenden. „Es war mir eine Freude, den europäischen Baumschulen drei Jahre lang als Präsident zu dienen; wir hatten eine großartige Zusammenarbeit im Vorstand, und ich wünsche dem neuen Vorstand und allen europäischen Baumschulen viel Erfolg“, sagte Bruns.  

Green-Cities-Kampagne und Brexit

Inhaltlich widmeten sich die Delegierten am ersten Tag der Green-Cities-Kampagne. Die Ländermanager der beteiligten Nationen tauschten sich über die Fortschritte des Programms aus, mit dem mehr Grün in die europäischen Städte kommen soll. Mittlerweile ist eine Homepage in allen Sprachen der 13 Zielländer live gegangen und kann über www.thegreencities.eu aufgerufen werden. Zudem befasste sich die Gruppe mit dem abschließenden Verfahren für die zweite Ausgabe des Europäischen Preises für grüne Städte, für den bereits Bewerbungen aus zehn Ländern eingegangen sind.

Des Weiteren stand der Brexit im Zentrum der Diskussionen. Hier gaben Experten eines Rechtsteams der Europäischen Kommission Einblick in Einzelheiten der Umsetzung des Abkommens. Zudem wurden sämtliche Fragen beantwortet und Verbesserungsvorschläge, vor allem zum Prä-Export-Zertifikat zur Optimierung und Beschleunigung des Verfahrens zur Erlangung des Pflanzengesundheitszeugnisses von den europäischen Baumschulern aufgenommen.

Wachsende europäische Nachfrage

Weiterhin diskutierten die Delegierten die außergewöhnliche Marktsituation in ganz Europa. Um einer wachsenden europäischen Nachfrage gerecht zu werden, mangele es demnach an Pflanzen. Durch die hohe Nachfrage ist auch ein Anstieg der Preise zu beobachten, die sich in den vergangenen Jahren auf einem stagnierenden Level bewegten, ganz zur Freude der Delegierten. Das führt auch dazu, dass Last-Minute-Käufe abnehmen. Stattdessen könne die Produktion im Rahmen wachsender Verträge erhöht werden, um die Verfügbarkeit der für künftige Projekte benötigten Anlagen zu gewährleisten. Abschließend standen noch Besuche von nahe gelegenen Betrieben, Gartencentern und Gärten in Bayern auf dem Programm für die internationalen Besucher.

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