Grüne Branche

Energieeffizienz verbessert

Gärtnereien des betriebswirtschaftlich letzten Drittels - also mit unterdurchschnittlichen Betriebsergebnissen - sind auch in der Energieeffizienz viel schlechter als diejenigenigen des ersten Drittels. Technikberater Peter Heise (Ludwigsburg) zeigte dies bei seinem Vortrag zum Thema "Energieeffizienz im Gartenbau" im Fachforum Gartenbau auf der Fachmesse IPM anhand des Datenmaterials der Orientierungsdaten Baden-Württemberg auf. Er griff für diesen Vergleich die Zierpflanzenbaubetriebe mit indirektem Absatz - vor allem also Großmarktbeschicker - heraus. Die Unterschiede basieren auf der weit besseren Flächenproduktivität der Betriebe des erfolgreichen Drittels. Dies zeigt, dass Energiesparmaßnahmen nicht auf Kosten der Flächenproduktivität gehen dürfen. Generell hat sich die Energieeffizienz der Zierpflanzenbaubetriebe (indirekter Absatz) nach Angabe Heises in den letzten 25 Jahren stark verbessert. Damit konnte die drastische Verteuerung der Heizenergie größtenteils kompensiert werden. Im Jahr 1980 beispielsweise hätten die Betriebe dieser Kategorie umgerechnet immerhin 0,74 Liter Heizöl benötigt, um einen Euro Umsatz aus Eigenproduktion zu erwirtschaften. In den Jahren 2005 und 2006 waren es lediglich noch je 0,20 Liter Heizöl pro ein Euro Eigenproduktion. Meist verbesserte sich die Energieeffizienz vor allem in jenen Jahren, wenn die Heizenergiepreise deutliche Sprünge nach oben machten. So steigerte sich die Energieeffizienz von 1998 auf 2000 von 0,40 Liter auf etwa 0,25 Liter je Euro Eigenproduktion, um sich dann erst im Jahr 2005 weiter zu verbessern. Im Jahr 1980 wurden 37 Liter Heizöl (oder andere Energieträger) pro Quadratmeter beheizte Gewächshausfläche eingesetzt. 2006 waren es noch 16 Liter. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich die Flächenproduktivität der Betriebe von 50 auf 76 Euro pro Quadratmeter.