Grüne Branche

Energieeinsatz Unterglas: zwischen Steuerfalle und Konkurrenzdruck

Für Unsicherheit in der grünen Branche sorgen derzeit die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Besteuerung des Eigenstroms. Denn der Unterglasanbau in Deutschland ist je nach Ansprüchen der angebauten Kulturen oft sehr energieintensiv. Zudem zwingt der Wettbewerb mit Produzenten aus europäischen Nachbarländern mit wesentlich geringeren Energiekosten die Betriebe zu hohen Investitionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Energieintensiv: der Unterglasanbau in Deutschland. Foto: Fotolia

„Der Gartenbau ist bei den aktuellen Stromkonditionen im internationalen Wettbewerb nicht konkurrenzfähig“, sagt beispielsweise der Gartenbau-Unternehmer Andreas Mölder aus Dinslaken, der bereits viel investiert hat, um bei den Energiekosten zu sparen. Den Kostennachteil gegenüber den Mitbewerbern aus Dänemark ermittelte Mölder mit 30 Cent pro Topf kultivierter Campanula.

Seine eigene Energieberechnung, mit und ohne EEG-Umlage aufgestellt, hat Mölder an Marie-Luise Dött, MdB, Umwelt- und Baupolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, geschickt. Dött hat das Schreiben zum Anlass genommen, den Gartenbaubetrieb im Mai zu besuchen und die aktuellen Probleme zu diskutieren. Beim Ortstermin mit dabei waren Heinrich Hiep, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Rheinland, sowie dessen Geschäftsführer Heiner Esser.

Welche Themen dabei zur Sprache kamen und wie sich die Energiesituation im Betrieb Mölder darstellt, lesen Sie in der aktuellen TASPO 23/14. (ts)