Grüne Branche

Entente Florale: BdF übergibt restauriertes Grab

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) hat im vergangenen Jahr beim Wettbewerb Entente Florale den Sonderpreis „Friedhof – Grüne Oasen in der Stadt“ an die Stadt Traunstein im Herzen des Chiemgaus verliehen.

Das historische Grab erstrahlt in neuem Glanz. Darüber freuten sich (v. r.): OB Manfred Kösterke, BdF-Vorsitzender Lüder Nobbmann, Friedhofsreferentin Traudl Wiesholer-Niederlöhner, Bundesminister Dr. Peter Ramsauer, Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes, Friedhofsgärtner Wolfgang Fegg und Steinmetz Josef Hüttl. Foto: BdF/Bonn

Am 7. August 2013 fand nun in feierlichem Rahmen gemeinsam mit Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Manfred Kösterke, Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes, und Lüder Nobbmann, BdF-Vorsitzender, sowie Mitarbeitern der Stadt Traunstein und des Stadtrates die Übergabe des Grabmals an die Öffentlichkeit statt.

Die Stadt Traunstein hatte sich entschieden, das Preisgeld zur Restaurierung eines historischen Grabsteines mit historisch passender Bepflanzung zu verwenden.

In seiner Ansprache zeigte sich Dr. Ramsauer sehr erfreut, dass er einen Preis für einen Friedhof in seinem Heimatkreis überreichen dürfe. Er betonte ausdrücklich, dass ihm die Stadtentwicklung, und damit auch die Friedhöfe, als Teil seiner Arbeit als Bundesminister sehr wichtig sind. Auch bedankte er sich beim BdF für die Vergabe des Sonderpreises und lobte die sorgfältige Restaurierung des Steines durch den Steinmetzbetrieb Weinmann und die fachgerechte historische Begrünung der Grabanlage durch die Friedhofsgärtnerei Fegg-Dobiasch.

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner verleiht den Sonderpreis „Friedhof – Grüne Oasen in der Stadt“ im Rahmen des Wettbewerbes Entente Florale an Verwaltungen, Träger, Unternehmen oder Vereine, die sich in besonderer Weise um die Erhaltung einer würdigen Friedhofskultur verdient gemacht haben.

Dabei stehen nicht nur die Bestattungsangebote im Fokus der Betrachtung, sondern auch der Friedhof als grüne Oase, als Ort des Lebens und der Kultur sowie Gesellschaft.

2012 begründete die Jury ihre Wahl wie folgt: „Der Waldfriedhof in Traunstein ist mit seinem über 100 Jahre alten Baumbestand eine grüne Oase in der Stadt. In der denkmalgeschützten Gesamtanlage werden verschiedene Bestattungsarten in unterschiedlich gestalteten Bereichen des Friedhofes angeboten. Besonders eindrucksvoll gestaltet sind die anspruchsvoll sanierten Arkadengrüfte am Haupteingang.

Der sehr gute Pflegezustand unterstreicht den Charakter des Waldfriedhofes als Ort der Ruhe, der Besinnung und der Erholung. Die Verantwortlichen sind sich dieses Potenzials sehr wohl bewusst und haben den Friedhof nachhaltig weiterentwickelt. Es ist damit ein wichtiger Bestandteil des städtischen Grüns.“ (zvg/bdf)