Grüne Branche

„Entschädigung regeln“

Der auf Grundlage der europäischen Quarantäneschutzrichtline (2000/29/ EG) eingerichtete Entschädigungsfonds finanziert zum Teil den zusätzlichen Aufwand des amtlichen Pflanzenschutzdienstes durch entdeckte Quarantäneschädlinge. Er gleiche aber nicht den wirtschaftlichen Schaden der Betriebe aus, so der Zentralverbandes Gartenbau (ZVG). Auf diesen Missstand weist der BdB nach eigenen Angaben seit Jahren hin.

Gespräche in Pinneberg im Garten der BdB-Bundesgeschäftsstelle (von links): BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl, MdEP Britta Reimers (FDP), vom Julius Kühn-Institut Dr. Magdalene Pietsch sowie Dr. Ernst Pfeilstetter. (Foto: BdB).

Eine Versicherung, die den wirtschaftlichen Nachteil der Betriebe im Schadensfall deckt, werde es nicht geben. Daher habe er sich direkt an die EU gewandt. Ende Oktober hat nun die FDP-Europaabgeordnete Britta Reimers bei einem Besuch der BdB-Bundesgeschäftsstelle in Pinneberg mit Vertretern des BdB die Entschädigungsproblematik beraten.

Reimers sagte dem ZVG zufolge zu, sich bei der nächsten Novellierung der Quarantäneschutzrichtlinie dafür einzusetzen, dass künftig auch die wirtschaftlichen Nachteile der Betriebe, die sich aus dem Maßnahmenkatalog der Richtlinie ergeben, zum Teil aus dem Entschädigungsfonds gedeckt werden. Der BdB hat hierzu konkrete Änderungen der Richtlinie vorgelegt.