Grüne Branche

Entschädigungsfonds: BdB erneuert Forderung

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Quarantäneschädlinge und der durch sie verursachte wirtschaftliche Schaden bleiben für die Baumschulen im Bundesgebiet zentrales Thema. Entsprechend hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) auf seiner Sommertagung in Berlin seine Forderung nach einem staatlichen Entschädigungsfonds erneuert.

Baumschulen kann durch Quarantäneschädlinge großer wirtschaftlicher Schaden entstehen. Foto: BdB

Betriebe, die durch einen Befall mit Quarantäneschaderregern wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer oder Xylella fastidiosa gezwungen sind, die langjährigen Kulturen in ihren Beständen zu vernichten oder zu sperren, können den Verlust kaum aus eigener finanzieller Kraft ersetzen, machte BdB-Präsident Helmut Selders die Notwendigkeit einer Entschädigungsregelung deutlich.

BdB: Entschädigungsfonds einzig gangbarer Weg

„Wir sind bereit, einen Eigenanteil beim Aufbau des Fonds zu leisten. Und wir halten ihn aufgrund der Vielzahl von Schaderregern und der Dimension möglicher Schäden als einzig gangbaren Weg. Versicherungslösungen scheinen, wenn überhaupt, nur ungeeignete Insellösungen zu bringen“, so Selders weiter.

Neben Entschädigungsfonds und Pflanzengesundheit generell, ging es auf der BdB-Sommertagung zudem um drängende Branchenthemen wie invasive Arten, eine Reform der Güterbestimmungen, Sortenregister sowie die Forderungen des Baumschulverbands zur Bundestagswahl.

Zusammenarbeit von Baumschulen und Amazon?

Darüber hinaus referierten Experten im Rahmen der traditionell auf den Sommertagungen stattfindenden Veranstaltung „Der BdB informiert“ unter anderem zu neuen Trends und Ergebnissen der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung und Deutschen Gehölzsichtung, über Straßenbäume im Test und die Möglichkeit der Zusammenarbeit von Baumschulen und dem Online-Riesen Amazon.

Mehr dazu lesen Sie in der TASPO 28/2017, die am 14. Juli erscheint.