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Erdbeeren: geringe Ernte in Baden-Württemberg

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Kein gutes Jahr für Erdbeeren in Baden-Württemberg: Nur 21.000 Tonnen Erdbeeren wanderten in diesem Jahr in Baden-Württemberg in die Erntekörbe. Das bedeutet nicht nur einen deutlichen Rückgang der Erntemenge um gut ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr, sondern auch die geringste Erntemenge seit 2003.

Deutlich weniger Erdbeeren als in der Vergangenheit wurden in diesem Jahr in Baden-Württemberg geerntet. Foto: x4wiz/Fotolia

Erdbeeren: Starkregen verantwortlich für geringe Ernte in Baden-Württemberg

Verantwortlich für die schwache Erdbeer-Ernte war vor allem der regional verbreitete Starkregen, der die Plantagen überschwemmte und Fäulnis hervorrief. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg kam zudem eine deutliche Einschränkung der Anbaufläche hinzu – diese verringerte sich um 15 Prozent auf derzeit 3.200 Hektar, davon waren 2.100 Hektar ertragsfähig.

Deutlich geringer als im Vorjahr ist auch der durchschnittliche Ertrag pro Hektar bei den im Freiland angebauten Erdbeeren ausgefallen – waren es 2015 noch 115 Dezitonnen Erdbeeren pro Hektar, wurden im laufenden Jahr lediglich 89 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) geerntet. Bezogen auf die durchschnittliche Erntemenge der vergangenen drei Jahre (104 dt/ha) bedeutet das ein Minus von 14 Prozent.

Durchschnittlicher Ertrag bei in Folientunneln angebauten Erdbeeren etwas besser

Etwas besser als im Freiland fällt das Ergebnis bei den in Folientunneln angebauten Erdbeeren aus. Hier lag der durchschnittliche Ertrag in Baden-Württemberg bei 153 Dezitonnen pro Hektar – minus sieben Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Noch nicht in der Erntebilanz erfasst sind laut Statistischem Landesamt die spätreifenden Erdbeersorten, da deren Ernte aktuell noch nicht abgeschlossen ist.