Grüne Branche

Erfahrungen mit Vorox F in Weihnachtsbaumkulturen

Vorox F, ein Bodenherbizid aus dem Hause der Spiess-Urania Chemicals GmbH (Hamburg), wird in Weihnachtsbaumkulturen seit Beginn der Zulassung Ende 2006 zunehmend eingesetzt. Der im Vorox F enthaltene Wirkstoff Flumioxazin bewirkt eine Hemmung des Enzyms PPO (Protoporphyrinogen-Oxidase), das an der Chlorophyllsynthese beteiligt ist. Dies führt bei Unkräutern zur Zerstörung der Zellmembranen und damit zum Absterben des Pflanzengewebes. Die praxisübliche Aufwandmenge von Vorox F in Weihnachtsbaumkulturen liegt je nach Standort, Witterung und verwendetem Mischpartner bei 300 bis 600 Gramm pro Hektar. Vorox F zeichnet sich durch ein sehr breites Wirkungsspektrum (unter anderem auch gegen Schwarzen Nachtschatten) und eine lange Wirkungsdauer aus. Nach allen bisher vorliegenden Erfahrungen ist Vorox F zudem sehr verträglich bei Überkopf-Anwendung in Weihnachtsbaumkulturen vor Austrieb der Knospen.Im Jahr 2008 wurden an mehreren Standorten in Schleswig-Holstein und im Sauerland unterschiedliche Herbizidvarianten getestet. Dabei waren in den nicht behandelten Kontrollfeldern ein starker Neuauflauf beziehungsweise bereits eine starke Verunkrautung zu verzeichnen. Das Unkrautspektrum war unter anderem mit Herbstlöwenzahn, Schwarzem Nachtschatten, Weidenröschen und Wegerich-Arten relativ breit. In fast allen Vorox F-Parzellen konnte dagegen der Neuauflauf der Unkräuter aus Samen effektiv unterdrückt werden. Bundesweit gesehen wurden die besten Ergebnisse im Hinblick auf Wirkungsspektrum und Wirkungsdauer durch Vorox F-Mischungen mit Mais Ter, Terano und Katana erzielt. Details dazu lesen Sie in der TASPO 35/09.