Grüne Branche

Erfolg für die Gardenia

Internationale Fachmesse in Polen
Die Gardenia, Internationale Fachmesse für Gartenbau und Landschaftsarchitektur im polnischen Poznan, bot auch in diesem Jahr wieder einen Rahmen für vielversprechende Kundenkontakte.

Poznan, die Stadt an der Warta, blickt auf eine lange Messetradition zurück: Hier werden seit den 1920er Jahren bedeutende Fachmessen abgehalten, sowohl gartenbauliche als auch landwirtschaftliche wie die Polagra. Da die Polagra stetig wuchs, haben sich Ableger dieser Messe abgespalten, unter anderem für Landtechnik und für den Nahrungsmittelsektor, oder, wie mit der Gardenia, für den gartenbaulichen Teil. Die diesjährige Gardenia vom 25. bis 27. Februar war die zehnte Auflage der Messe in Poznan, wieder im Internationalen Messecenter.


Moderne Messehallen und internationale Präsenz
Der überwiegende Teil der mehr als 600 Aussteller stammte aus Polen, doch auch etwa 80 internationale Unternehmen aus 14 Ländern stellten in diesem Jahr aus. Sie präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen in fünf Messehallen auf 35.000 Quadratmetern. Über 26.000 Besucher, darunter 12.000 Fachbesucher, kamen aus Polen, den angrenzenden Ländern wie Ukraine, Ungarn und Tschechien, ebenso wie aus Italien und Frankreich.

Die Gardenia sei eine dynamisch wachsende Fachmesse, so Tomasz Kobierski, Vizepräsident der Messegesellschaft, bei der Eröffnung. Als Abspaltung und kleinere Spezialmesse habe sie sich gut gemacht und solle sich weiterentwickeln, auch in Richtung Freizeit und Hobby. Auch Wojciech Wroblewski, Präsident des Verbands der polnischen Baumschulen, unterstrich die Bedeutung der Messe am Jahresanfang für die Baumschulbetriebe.

Viel Technik, viel für den Einzelhandel
Die verschiedenen Bereiche der Ausstellung waren breit gefächert: Gartenbautechnik für den professionellen Einsatz, von Schleppern und Kommunaltraktoren bis zu Bewässerung und Klimacomputern sowie Baumschultechnik, richtete sich an Zierpflanzen- und Gemüseanbauer ebenso wie an Baumschulen.
Für den Bereich Einzelhandel und Gartencenter boten spezielle Hallen das gesamte Angebot, von Geräten für den Privatgarten bis zu Gartenausstattung und Dekoration. Hier waren auch viele polnische Unternehmen mit ihren Spezialangeboten aus Holz, mit Glasdekoren oder dekorativen Accessoires vertreten. Ebenso präsent waren zahlreiche Anbieter von Erden, Substraten, Dünger und Töpfen sowie Pflanzenschutzmitteln, sowohl für das Profi- als auch das Hobbysegment.

Großes Angebot an lebendem Grün
Vor allem aus Polen kamen die Anbieter von lebendem Grün, insgesamt etwa 200, die vor allem Stauden und Gehölze, aber auch Beet- und Balkonware vorstellten. Aus dem Ausland waren besonders die niederländischen Baumschulen anzutreffen, außerdem ein flämischer Gemeinschaftstand und Betriebe aus Frankreich. Pflanzen für private Gartenbesitzer rundeten das Angebot ab; eine separate Halle bot ein umfangreiches Sortiment an Blumenzwiebeln, Sämereien, Stauden, Rosen, Obst- und Kleingehölzen.

Neue Märkte und Wachstumschancen
Schon seit zwei Jahren ist der Export in Richtung Russland blockiert. Entsprechend hätten sich neue Märkte in Skandinavien und den Baltischen Staaten aufgetan, so Jakub Patelka, Projektmanager der Gardenia.
Man habe ursprünglich mit nur einer halben Halle angefangen und jedes Jahr ein Wachstum von 12 Prozent erfahren. Diese starke Steigerung möchte er auch für die Zukunft festklopfen.

Wo deutsche Aussteller großes Potenzial sehen

Auch einige Aussteller aus Deutschland waren in Poznan vertreten. Verkaufsleiter Detlef Bieleit von Bruno Nebelung (Everswinkel) war unter anderem mit den Marken Kiepenkerl, Sperli und Profiline angereist. Bereits seit zehn Jahren ist er hier aktiv vertreten und schätzt vor allem die Qualität des Publikums: Vertreter von Gartencentern, Kommunen und GaLaBau interessieren sich für werthaltige Produkte und neue, moderne Sorten.

Gabriele Friedrich,
Köln


Lesen Sie den ausführlichen Artikel mit vielen weiteren Informationen zur Messe in Ausgabe 06/2016 Deutsche Baumschule.