Grüne Branche

Erfolgreich: Kölner Bestattungsgärten

Als echtes Erfolgsmodell bezeichnet die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner ihre Bestattungsgärten und speziell die naturnahen Bereiche. Die Module Ruhehain, Auengarten und Naturwiese sind beliebte Alternativen zum traditionellen Grab, so die Beobachtung.

Im naturnahen Ruhehain bekommt jeder einen namentlich gekennzeichneten Liegestein. Foto: Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner

Kölner Bestattungsgärten wollen Natur- und Umweltschutz berücksichtigen

Bereits mit der grundlegenden Skizzierung der gärtnergepflegten Gräberfelder, die seit der ersten Eröffnung im Juni 2009 unter dem Namen „Bestattungsgärten Köln“ vermarktet werden, versuchte die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner Aspekte wie Natur- und Umweltschutz zu berücksichtigen – zu sehen unter anderem in dem im vergangenen Jahr hinzugekommenen Modul Naturwiese.

Diese jüngste, im vergangenen Jahr hinzugekommene Ergänzung des Kölner Naturnah-Konzepts mit ihren rund um Apfelbäume ausgesäten gebietsheimischen Wildkräutern und Wiesenblumen bietet sehr extensiv zu pflegende Beisetzungsorte, die viele ökologische Aspekte berücksichtigen.

NaturRuh-Konzept des BdF ähnelt naturnahen Bereichen der Kölner Bestattungsgärten

Umso überraschter war Dirk Klein, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner, darüber, dass das NaturRuh-Konzept anlässlich der Einweihung einer Musterfläche auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin von der Treuhandstelle Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und dem Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) als Neuheit vorgestellt wurde.

„Konzeption und Bepflanzungen – bis hin zur Maßgabe, Findlinge und Grabsteine aus heimischen Materialien und im Einklang mit der Bepflanzung zu integrieren – sind durchaus vergleichbar mit unseren Modulen Ruhehain und Auengarten“, so Klein.

Und weiter: „Unsere Bestattungsgärten und speziell die naturnahen Bereiche sind von Beginn an ein echtes Erfolgsmodell gewesen. Bisher 839 Verträge für Vorsorge und aktuelle Bestattungen in allen drei Modulen sprechen hier eine deutliche Sprache. Die Resonanz der Kunden gibt uns Recht“, resümiert Klein.

Kölner Friedhofsgärtner arbeiten eng mit Naturschutzbund NABU zusammen

In punkto Naturschutz arbeiteten die Kölner Friedhofsgärtner von Beginn an eng und erfolgreich mit dem Naturschutzbund NABU, Stadtverband Köln, zusammen. „Es besteht seit langer Zeit eine gut laufende Kooperation, wodurch der Einsatz von Vogelschutz-Hecken, die Anbringung von Vogel-Nisthilfen und Fledermauskästen sowie das Aufstellen von Wildbienen-Hotels an fast allen Standorten unserer Bestattungsgärten ermöglicht wurde“, erläutert Lutz Pakendorf als zuständiger Bereichsleiter.

Bei der Zusammenstellung der passenden Pflanzensortimente galt es laut Pakendorf, zugleich die kalkulatorischen Vorgaben an eine möglichst pflegeleichte Gestaltung wie auch die möglichst plakative Umsetzung der Thematik im Auge zu behalten. Um ihren Arbeitsgemeinschaften ein pflanzfertiges Paket anbieten zu können, holten sich die Kölner Friedhofsgärtner Unterstützung von erfahrenen Staudengärtnereien.

Höhere Beratungsintensität bei naturnah gestalteten Bestattungsarealen

Eine echte Herausforderung bedeutete auch die gärtnerische Anforderung nach Pflegeleichtigkeit und guter Wüchsigkeit einerseits, im Gegensatz zum Kundenwunsch nach möglichst großer Vielfalt auf der eigenen kleinen Grabstelle andererseits. Denn auch in einem naturnah gestalteten Areal ohne erkennbare Abgrenzungen sehen die Vertragspartner zunächst die von ihnen erworbene Fläche von rund einem Quadratmeter bei Urnengräbern und knapp drei Quadratmetern bei Sargstellen.

Der betreuende Friedhofsgärtner muss also gerade beim Angebot naturnaher Grabvarianten in eine höhere Beratungsintensität investieren – insbesondere vor Vertragsabschluss. Dies dient der eigenen Absicherung und sorgt für richtige Kundenentscheidungen, so die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner.

Auch die schriftlichen „Produktbeschreibungen“ online und in gedruckter Form sollten zur Vorabinformation möglichst deutlich auf die Unterschiede zum traditionellen Familiengrab hinweisen, lautet die Empfehlung.