Grüne Branche

Erinnerungsgarten auf dem Waldfriedhof in Lüneburg eröffnet

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 21. August die Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Waldfriedhofes und der Eröffnung des ersten Erinnerungsgarten in Lüneburg statt. Kadir Cetintas, Blumenhaus Lüneburg, berichtete von der ersten Idee bis zur Realisierung dieses Grabfeldes, an deren Umsetzung neben Hans-Georg Grzenia von der Friedhofsverwaltung auch die Steinmetzbetriebe Dörries, Mencke, Meyn und Poppe maßgeblich mitgewirkt haben.

Der erste Erinnerungsgarten auf dem 50 Jahre alten Waldfriedhof in Lüneburg. Foto: Christiane Rohlfs

Der Erinnerungsgarten zählt zu den Ruhegemeinschaften, die bereits auf einigen Friedhöfen in Niedersachsen existieren. Dabei wird jedes Grab durch den Friedhofsgärtner gepflegt. Geregelt wird alles in einem Dauergrabpflege-Vertrag mit der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH. In diesem Vertrag sind auch die Steinmetzarbeiten, wie Grabmal und Inschrift aufgenommen. Namenlose Grabstätten gibt es im Erinnerungsgarten nicht. In dem Erinnerungsgarten werden insgesamt drei Grabarten angeboten, zum einen das Urnenwahlgrab, in dem bis zu zwei Urnen bestattet werden können sowie das ein- oder zweistellige Erdwahlgrab für eine beziehungsweise zwei Sargbeisetzungen. Alle Grabarten liegen an harmonisch geschwungenen Wegen in einer aufwendig gestalteten Gesamtanlage, in der auch Kunstgegenstände integriert wurden. Eine Sitzbank lädt zum Verweilen im Erinnerungsgarten ein. Die Kosten der Grabpflege für ein Urnenwahlgrab betragen 3.675 Euro. In diesem Preis enthalten ist die 20-jährige Pflege und Bepflanzung der Grabstätte. Die Grabpflegearbeiten werden regelmäßig von der Treuhandstelle kontrolliert. Der neue Erinnerungsgarten ist auch im Internet unter www.ruhegemeinschaften.info zu finden.