Grüne Branche

Ernteprognose 2008: Weniger Bio-Äpfel

In der kommenden Saison 2008/2009 werden in Mitteleuropa bei den Bio-Äpfeln im Durchschnitt etwas geringere Ernten als imVorjahr erwartet. Das meldet das Fachmagazin Bioland in seiner August-Ausgabe. Dagegen werden in Südtirol und Österreich durch Flächenzuwachs die Erntemengen deutlich steigen. Die Ernteprognose könnte aber für alle Anbauregionen zu optimisisch sein, denn Ende Juni war der Fruchtfall noch immer nicht vollständig abgeschossen. Nach dem Stand von Ende Juni werden dem europäischen Markt rund 15 Prozent weniger Äpfel aus vollständig umgestellten Bio-Anlagen zur Verfügung stehen. Diese werden aber durch den hohen Anteil Umstellungsware aus Südtirol und Österreich ungefähr ausgeglichen. An -erster Stelle im Sortiment liegt Golden Delicious mit 20 Prozent der Gesamterntemenge, mit etwas Abstand folgen Jonagold/Jonagored und Gala. Auf dem dritten Platz landen Elstar, Braeburn und -Topaz. In der Zeit von Juni 2007 bis Mai 2008 kauften deutsche Privathaushalte vier Prozent mehr Bio-Äpfel als im Vorjahr. Das entnahm das Fachmagazin einer ZMP-Analyse auf Basis des Haushaltspanels des Marktforschungsinstituts GfK. Auch der Anteil der Bio-Äpfel an den -gesamten Apfel-Einkäufen stieg an und beträgt jetzt 2,9 gegenüber 2,3 Prozent im Vorjahr. Bei den bevorzugten Einkaufsstätten gab es eine Verschiebung der Marktan-teile. 32 Prozent wurden im organisier-ten Lebensmitteleinzelhandel ohne Discounter gekauft. Die Discounter konnten ihren Marktanteil um 18 Prozent auf 27 Prozent steigern. Der Bio-Fachhandel kam auf 23 Prozent und erzielte damit ein Plus von 13 Prozent. Einen deutlichen Rückgang um 17 Prozent erlitten die Direktvermarkter. Sie haben nur noch einen Anteil von neun Prozent.