Grüne Branche

Erste Erfahrungen mit dem Verkauf von FFP-Blumen und Pflanzen

Frank Klarhöfer betreibt das Blumengeschäft "Klarhöfer Blumen" in Wolfsburg und ist einer von 23 grünen Einzelhändlern, der am 5. Oktober 2006 mit dem Verkauf von FFP-Blumen und Pflanzen begonnen hat. Sein Fazit: Die Resonanz der Kunden ist gut, aber das Sortiment ist zurzeit für ihn als Floristen noch nicht tief genug.

Angesprochen auf FFP-Blumen und Pflanzen hatte ihn sein Lieferant, der holländische Exporteur W. K. Heyl Jr. Ltd.. Klarhöfer hat dann den Vertrag mit der Label-Organisation Fair Flowers Fair Plants (FFP) unterschrieben, weil er sich gerne dafür einsetzen möchte, dass fair produzierte Pflanzen sich als erstrebenswertes Produkt in den Köpfen der Konsumenten festsetzen. Damit verpflichtet er sich, die FFP-Blumen und Pflanzen mit dem FFP-Etikett zu versehen. Allerdings nur, wenn auch der komplette Strauß aus FFP-Ware besteht. Und das ist zur Zeit noch ein Problem, denn "das Sortiment ist nicht ganz tief", so Klarhöfer. Im Moment kaufe er noch komplette Sträuße zu und binde dann aus zwei Sträußen einen vernünftigen neuen. Er geht aber davon aus, dass sich das Sortiment noch verbreitern wird.

Für Klarhöfer ist der Weg, den FFP beschritten hat, sinnvoll: Nämlich zuerst die Produzenten und Zwischenhändler anzusprechen und erst dann, wenn auch Ware vorhanden ist, über den Einzelhandel auf den Konsumenten zuzugehen. Er vermutet, dass es in der gesamten Handelskette schon sehr viel mehr FFP-Blumen und -Pflanzen gibt, die bisher aber noch nicht zertifiziert und von daher nicht über das Label zu erkennen sind. Über das Internet-Portal seines Lieferanten kann Klarhöfer das Sortiment einsehen samt der täglich erneuerten Preisliste. Wenn dann dort beispielsweise die Sorte 'Grand Prix' sowohl in FFP-Qualität als auch als Standardware angeboten wird, dann wählt er inzwischen grundsätzlich die FFP-Ware. Zumal sie nicht mehr kostet und qualitativ allemal konkurrenzfähig sei. So bindet Klarhöfer inzwischen FFP-Blumen in "normale" Sträuße, ohne dass die einzelnen Stiele gekennzeichnet sind. "Wenn ich dann an der Kasse dem Kunden mitteile, dass ein Teil der Blumen FFP-Ware ist, so fühlt er sich in seinem Kauf bestätigt", hat Klarhöfer bei seiner Kundschaft gute Erfahrungen gemacht. Eine aktive Nachfrage allerdings nach fair gehandelten Blumen verspürt er noch nicht. Um hier den Käufer mitzunehmen, zeigt er in seinem Geschäft in einem Display das ganze zurzeit zur Verfügung stehende FFP-Sortiment an Blumen und Pflanzen. Flyer informieren darüber hinaus.