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Erste interkommunale Gartenschau in Baden-Württemberg

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Am Freitag öffnet die Remstal Gartenschau ihre Tore. Als erste interkommunale Gartenschau in Baden-Württemberg präsentiert sie auf einer Länge von 80 Kilometern zusammen mit 16 Kommunen und Städten im Remstal die gärtnerische und kulturelle Vielfalt der Region.

Auf 80 Kilometer verteilt zeigen rund 16 Kommunen und Städte die Vielfalt ihrer Region bei der Remstal Gartenschau. Foto: Authentic Studios

Gartenschau Remstal greift Themenvielfalt auf

Vom 10. Mai bis zum 20. Oktober können Besucher sich an sieben aufeinander folgenden Standorten von zahlreichen Ausstellungen, Veranstaltungen und Mitmachaktionen überraschen zu lassen. Im Rahmen der Realisierung zahlreicher Baumaßnahmen in den Städten und Kommunen im Remstal wurden für die Gartenschau die Themen Natur, Genuss, Bewegung und Kulinarik aufgegriffen. Zusammen bilden sie den Rahmen der Veranstaltung, der alle Beteiligten miteinander verbindet.

Der Themenbereich Natur wird durch rund 200 Blühflächen über das gesamte Remstal abgedeckt, der Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge bietet. Entlang des Remstal-Radwegs sind hierfür zahlreiche unterschiedlich große Blühflächen mit bienenfreundlichen Pflanzenarten angelegt worden. Neben Blühwiesen sorgen die Erlebnisgärten in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd, die durch blühende Stadtrundgänge miteinander verbunden sind, für Abwechslung. Abgerundet wird das Angebot unter anderem von Blumenschauen sowie Blumen-, Kakteen-, sowie Ikebana-Ausstellungen.

Für den Bereich Bewegung stehen zahlreiche Rad- und Wanderwege zur Verfügung, die eine Erkundung des typischen Remstals vorbei an Streuobstwiesen, Weinbergen, Aussichtspunkten und Landmarken ermöglichen sowie eine spezielle Kanuroute. Zum vielfältigen kulturellen Angebot gehören weitläufige Weinberge und Wanderwege. Über die gesamte Gartenschau wird das Tal zudem zur Bühne für Konzerte, Führungen, Symposien und für Ausstellungen mit neuen Kunstwerken und Installationen lokaler Künstler. Für den Genuss sorgen Gastronomen aus der Region mit saisonaler Küche von gutbürgerlichen bis gehoben Spezialisten sowie das erste Remstaler Koch-Duell.

„Das Wir-Gefühl ist der eigentliche Kitt“

Bereits im Vorfeld der Eröffnung anlässlich einer Presserundfahrt in Schorndorf machte sich Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, ein Bild von der Remstal Gartenschau und hob die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. „Die Remstal Gartenschau war der Kern einer beeindruckenden interkommunalen Zusammenarbeit und ist ein gutes Beispiel für ein gelingendes Miteinander. Ich bin überzeugt, dass diese Verbundenheit bestehen bleibt. Das Wir-Gefühl, das hierbei über Verwaltungsgrenzen entstanden ist, ist der eigentliche Kitt, der ein solches Ereignis zusammenhält und auch weit über das Gartenschaujahr hinaus eine tragende Säule der ganzen Region sein wird.“

Für die Remstal Gartenschau wurden durch das Land Fördergelder in Höhe von 22 Millionen Euro bewilligt. Rund drei Millionen Euro stammen hiervon aus dem Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“. Sie wurden in Maßnahmen im Bereich Grün-, Freizeit- und Parkanlagen investiert. „Man könne nur dafür werben, diese etwas andersartige Gartenschau per Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden. Darüber hinaus sei die Gartenschau ein ideales Marketinginstrument, mit dem sich die Region von ihrer besten Seite präsentiere und zeige, welch wunderschöner Naherholungs-, Lebens- und Wohnraum hier unweit der Landeshauptstadt liegt“, so Hauk. „Der Grundstein für die touristische Weiterentwicklung ist gelegt, jetzt gilt es, daraus langfristigen Nutzen zu ziehen.“