Grüne Branche

Erste Saison mit einem positiven Resümee

Das am 25. November 2010 freigeschaltete Portal „Zentralstelle natürlicher Weihnachtsbaum“ wurde bis Ende des Jahres 2010 rund 500-mal besucht. Angesichts des noch nicht so großen Bekanntheitsgrades dieser Domain für Verbraucher und Journalisten sei das eine ganz ordentliche Resonanz, mehr als erwartet, urteilte Dr. Hans-Georg Dreßler von der Produkt+Markt Agribusiness Consulting GmbH, der diese Seite betreut, auf der Jahreshauptversammlung der Weihnachtsbaumanbauer in Kassel.

Der Bundesverband hatte die Marketingfirma im vergangenen Jahr mit der Entwicklung einer Pressestelle beauftragt. Es wurden fertige Presseartikel eingestellt. Die Themen drehten sich um die Baumkunde, Trends, Geschichtliches, Kulturfragen, Pflegearbeiten, Umwelt- und Verbrauchertipps und häufig gestellte Fragen.

Außerdem wurde ein Presseverteiler aufgebaut, der die 50 auflagenstärksten Tageszeitungen sowie 15 Fach- und vier Publikumszeitschriften umfasst und an zehn Rundfunk- und 13 Fernsehanstalten/-sendungen geschickt wurde.

 

Ziel: Mit einer Stimme sprechen

Zwar sei nicht auszuschließen, dass sich andere Verbände in der Saison mit anders lautenden Pressemeldungen und Inhalten ebenfalls zum Thema Weihnachtsbaum äußerten, aber zumindest gebe es nun einen Ansprechpartner und die Möglichkeit der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit.

Aus diesem Grund wurden die erarbeiteten Presseartikel nicht nur an die eigenen Landesverbände geschickt, sondern auch an die „konkurrierenden“ Verbände aus Holzindustrie, Forst und Umwelt sowie Gartenbau.

Außerdem wurden Fragen beantwortet, von denen die weitaus meisten auf die Produktionsbedingungen abzielten, gefolgt mit weitem Abstand zu Fragen über Trends sowie Wirtschaftlichkeit, Pflegetipps und Historie. Der Zeitaufwand allein für diesen Journalisten-Service betrug in den letzten beiden Monaten des Jahres 2010 rund 44 Stunden, hatte Dr. Dreßler ausgerechnet.

Dass es mit dem Image des Weihnachtsbaum noch nicht zum Besten steht, machte Dr. Dreßler daran fest, dass rund 30 Prozent der Journalisten vor allem die Themen „Öko-Baum“ und FSC-Zertifizierung interessierte.

Hohe Informationsdefizite auf Seiten der Journalisten zur Produktionsweise und auch negative Meinungen über die Branche waren an Begriffen wie Monokulturen und Pestizideinsätze festzustellen, die von der Zentralstelle angebotenen Beiträge und Artikel wurden aber positiv aufgenommen.

 

Negatives nicht ganz vermeidbar

Nicht verhindern könne man, dass die Journalisten trotz der angebotenen Positiv-Informationen Negatives aufgriffen. Beispiel: Ein Beitrag der Sendung „WDR-Markt“ Mitte Dezember, dessen erster Teil um „markt-scanner: Weihnachtsbäume“ ging und die von der Zentralstelle gegebenen Informationen auch weitgehend korrekt wiedergaben.

Der zweite Teil handelte allerdings von der Weihnachtsbaum-Produktion auf PFT-verseuchten Flächen im Sauerland. Das Thema wurde gegenüber der „Zentralestelle natürlicher Weihnachtsbaum“ zuvor aber nicht erwähnt.

Dringend erforderlich – mit dieser Meinung steht Dr. Dreßler nicht allein – ist aktuelles Zahlenmaterial über das Marktvolumen, die Bedeutung der Einkaufsstätten, die Preise und die Kundenloyalität, nicht zuletzt, damit der Bundesverband auf Basis einer solchen Verbraucherbefragung seine strategischen und marktpolitischen Entscheidungen absichern kann. Produkt+Markt verfüge in diesem Bereich bereits über Erfahrung.