Grüne Branche

Erster Alleen-Wettbewerbes in Schleswig-Holstein entschieden

Der erste schleswig-holsteinische "Alleen-Wettbewerb 2010" wurde am 4. März 2010 auf Initiative des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB) unter der Schirmherrschaft der Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf ausgerufen. Nach dem Entscheid der Jury, in der Dr. Frank Schoppa als Jurymitglied den Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) vertrat, wurden am 2. September gleich vier Gewinner bekannt gegeben. "Schöne Allee 2010" sind demnach die beiden Straßenalleen "Schönbökener Lindenallee" im Kreis Plön und die "Lindenallee Rachut" in Malente sowie die doppelreihige Parkallee in Seestermühe im Kreis Pinneberg, eine Doppellindenallee. Den Nachwuchspreis erhielt die Lindenallee auf Gut Petersdorf bei Lensahn (Kreis Ostholstein).

Zur Neuanlage oder zum Nachpflanzen von Alleen braucht es professionell erzeugte Alleebäume. Wie die moderne Produktion von Alleebäumen abläuft, stellte der Baumschulverband Schleswig-Holstein deshalb in Zusammenhang mit dem ersten "Alleen-Wettbewerb 2010" den Jurymitgliedern des Alleen-Wettbewerbes sowie dem Landrat des Kreises Pinneberg, Oliver Stolz, in der Baumschule Kleinwort in Wedel vor.

Wie der BdB-Landesverband zu den vielfältigen Funktionen von Alleen und mit Blick auf das geänderte Bundesnaturschutzrecht unter anderem ausführt, tragen Alleen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und sind schützenswert, wie es auch in der Neuauflage des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG), Paragraf 30, steht. In Schleswig-Holstein sind seit dem neuen Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) vom 1. März 2010 im Paragraf 21 Alleen als gesetzlich geschützte Biotope ausgewiesen, heißt es weiter. Der Schutz und die Pflege von Alleen ist im LNatSchG im Paragrafen 27/27a festgehalten.