Grüne Branche

Erster Gartenbautag NRW: gemeinsame Tagung ist weiterer Schritt zur Fusion

Ein erster gemeinsamer Gartenbautag Nordrhein-Westfalen findet am 7. November in Bochum statt. Dies ist noch nicht die Fusion, jedoch ein weiterer Schritt in diese Richtung der beiden Gartenbauverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.

Helmut Rüskamp. Foto: Gabriele Friedrich

Helmut Rüskamp, Präsident des Verbandes Gartenbau Westfalen-Lippe, stellte dieses sichtbare Zeichen einer weiter verstärkten Zusammenarbeit beider Verbände in Fröndenberg vor. Dort hatte der Verband zur Mitgliederversammlung geladen. Rund 80 Teilnehmer und Gäste waren vergangene Woche an die Pforte zum Sauerland gekommen.

NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel habe bereits seine Teilnahme für Anfang November zugesagt, so Rüskamp, und nannte den Termin ein historisches Ereignis. Im Hinblick auf eine Fusion der Verbände stehen momentan die künftigen Aufgaben des gemeinsamen Verbandes, seiner Personalstruktur und den daraus resultierenden Kosten an.

Rüskamp verwies auch auf die von Minister Remmel in Auftrag gegebene Studie zur Wertschöpfung des Gartenbauclusters in NRW. Bei etwa 4,3 Milliarden Euro liegt demnach die Wertschöpfung aller Wirtschaftszweige, die mittelbar und unmittelbar dazu gehören. Das entspricht einem Bundesanteil von 22 Prozent. Im Vergleich dazu: Die Wertschöpfung der chemischen Industrie als zweitgrößtem Industriezweig in NRW liegt bei 9,4 Milliarden Euro.

Neu ist die aktive Unterstützung der Junggärtner des Landes. Alle gemeinsam, die beiden Schwesterverbände Gartenbau sowie der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, richten die Stelle einer hauptamtlichen Teilzeitkraft ein. Sie ist angesiedelt im Haus der Landschafter in Oberhausen und hilft den Junggärtnern bei ihrer Nachwuchsarbeit.

Erfreulich nannte Rüskamp die seit Pfingsten geltende Neuregelung des Ladenöffnungsgesetzes in NRW. Er mahnte jedoch ausdrücklich, den Sonntagsverkauf nur für gärtnerische Produkte zu nutzen. Denn die Politik könne sofort reagieren und den Begriff Kern- und Randsortimente durch eine Rechtsverordnung sehr exakt bestimmen, einschließlich Strafen und Sanktionen. „Wir sollten keinen Anlass für Reglementierungen geben“, so Rüskamp. (fri)

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 29/2013.