Grüne Branche

Erweiterte Anwendungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat nach Informationen des Qualitätssicherungssystems QS für eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln weitere Anwendungen genehmigt. Diese erstrecken sich auf verschiedene Obst- und Gemüsekulturen. Insbesondere für Kohlrabi wurden 15 Anwendungsgenehmigungen erteilt.

Über die Genehmigungen nach § 18* PflSchG und nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger werden im Obst-, Gemüse- und Ackerbau folgende Anwendungen zugelassen:

• SCORE mit dem Wirkstoff Difenoconazol für Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.), Kohlrüben, Zwiebelgemüse, Gurken, Beeten (Rote, Gelbe, Weiße Beete), Kohlrabi, Gemüsefenchel, Zucchini, Kürbis, Hybriden und Rhabarber

• XenTari mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis für Zwiebelgemüse, Blatt- und Stielgemüse (ausgenommen Kohlgemüse), Fruchtgemüse, Johannisbeerartiges Beerenobst und Steinobst

• Karate Zeon mit dem Wirkstoff lambda-Cyhalothrin für Kohlrabi, Porree, Stielmus, Schnittmangold, Spinat, Stielmangold, Gurken, Patisson, Zucchini, Kürbis-Hybriden, Melonen, Moschus-Kürbis, Garten-Kürbis, Riesenkürbis und Bleichsellerie

• Calypso mit dem Wirkstoff Thiacloprid für Kohlrabi, Melisse und Minze-Arten

• TALIUS mit dem Wirkstoff Proquinazid für Patisson, Gurken, Zucchini, Moschus-Kürbis, Riesenkürbis, Garten-Kürbis, Flaschenkürbis, Tomaten und Auberginen

Für Kohlrabi betrifft dies die 15 Pflanzenschutzmittel: Spruzid Schädlingsfrei, Gaucho WS, Cencium 36 CS, Plenum 50 WG, Dithane NeoTec, Acrobat Plus WG, Ridomil Gold Combi, Ortiva, STEWARD, Signum, Dantop, Lentagran WP, Forum, PERFEEKTHION und Primor Granulat.

Die Details zu den neuen Anwendungsmöglichkeiten sind der Bekanntmachung des BVL zu entnehmen: 127. Bekanntmachung über Genehmigungen nach § 18 des Pflanzenschutzgesetzes.

Zugelassene Pflanzenschutzmittel dürfen grundsätzlich nur in den in der Gebrauchsanleitung angegebenen Anwendungsgebieten angewandt werden. Darüber hinaus ist die Anwendung in weiteren Anwendungsgebieten erlaubt, wenn sie nach § 18* Pflanzenschutzgesetz genehmigt und im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist.

Die Genehmigung gilt für die Anwendung in Betrieben der Landwirtschaft, einschließlich des Gartenbaus. Die Dauer der Genehmigung richtet sich nach dem Ende der Zulassung des jeweiligen Mittels. (ts/qs)

*Die oben genannten Genehmigungen wurden laut QS nach altem Recht gemäß PflSchG bearbeitet, da sie vor dem Inkrafttreten der neuen EU Verordnung 1107/2009/EG über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln am 14.06.2011 beantragt wurden. Nach diesem Stichtag eingereichte Zulassungs- und Genehmigungsanträge unterliegen einer Genehmigung nach Artikel 51 der VO (EG) 1107/2009 bzw. §22 PflSchG (neu).