Grüne Branche

EU plant Koordinierungsstelle Gartenbau für Lückenindikationen

Die Mehrheit der EU-Agrarminister in Brüssel hat sich dafür ausgesprochen, dass die EU eine Koordinierungsstelle für den Gartenbau erhält, um die Erfahrungen im Pflanzenschutz zu bündeln. Die Einrichtung soll aus Expertengruppen, einem Ausschuss mit Vertretern der Landwirtschaftsministerien und zwei Vollzeitarbeitsplätzen bestehen. 

Ziel ist, das Problem der geringen Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen für kleine Kulturen anzugehen. Die Koordinierungsstelle hat die Aufgabe, die nationalen und privatwirtschaftlichen Anstrengungen zur Verbesserung des Pflanzenschutzes im Gartenbau zu beobachten, Synergien zu fördern und Doppelarbeit zu vermeiden.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt die Initiative auf EU-Ebene zur Koordinierung der bestehenden Aktivitäten zu den Lückenindikationen, also den geringfügigen Verwendungen in den gartenbaulichen Kulturen. Es ist ein guter Anfang, stellt allerdings keine langfristige zufriedenstellende Lösung dar, so der ZVG. „Um dauerhafte und nachhaltige Perspektiven zu schaffen, sind dringend weiterreichende Programme und Finanzmittel erforderlich. Nur so können wir auf dem wirtschaftlich bedeutenden Sektor der Kulturen, die maßgeschneiderten Pflanzenschutz benötigen, zukunftsfähig agieren!“, sagt ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Weiterhin verweist der ZVG auf das Positionspapier von fünf Verbänden der Agrarwirtschaft, das dazu auffordert, dass der EU-Fonds für geringfügige Verwendungen (Lückenindikationen) rechtlich verankert wird, damit er langfristig abgesichert ist. (zvg)