Grüne Branche

EU und USA vereinbaren Handel mit Bio-Produkten

„Bio“ gleich „organic“: Die EU und die USA haben am 22. Februar eine Partnerschaft zum Handel ökologischer Erzeugnisse vereinbart. Auf der internationalen Messe BioFach in Nürnberg unterzeichneten EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş und die stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin Kathleen Merrigan eine Erklärung, nach der ab dem 1. Juni 2012 in Europa oder den USA zertifizierte ökologische Produkte in beiden Gebieten als solche verkauft werden können. 

Beide Partner erkennen ihre Bio-Standards damit als gleichwertig an, meldet die EU-Kommission. Bisher mussten sich Erzeuger und Unternehmen, die Produkte auf beiden Seiten des Atlantiks vertreiben wollten, um getrennte Zertifizierungen nach zwei Standards bemühen, das heißt doppelte Gebühren, doppelte Inspektionen und doppelter Verwaltungsaufwand. Mit dieser Partnerschaft würden nun Hindernisse insbesondere für kleine und mittelgroße ökologische Erzeuger aus dem Weg geräumt.

Obwohl bei den Bio-Standards in den USA und der Europäischen Union kleine Unterschiede bestehen, haben beide Parteien für sich festgestellt, dass ihre Programme gleichwertig sind. Die Unterschiede betreffen den in der USA verbotenen Einsatz von Antibiotika für ökologisch erzeugte Lebensmittel. (ts/hlw)