Grüne Branche

EU-weit: Kleine und mittlere Unternehmen neu definiert

Seit dem1. Januar 2005 gilt eine neue Definition für Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU), die die Europäische Kommission bereits im Mai 2003 angenommen hat. Durch die neue Definition sollen die unternehmerische Initiative, Investitionen und Wachstum gefördert, der Zugang zu Risikokapital erleichtert, der Verwaltungsaufwand gesenkt und die Rechtssicherheit gestärkt werden. Die verschiedenen Schwellenwerte für die Beschäftigtenzahl, auf deren Grundlage die Einstufung erfolgt, wurden beibehalten, dagegen wurden die finanziellen Schwellenwerte (Umsatz oder Bilanzsumme) aufgrund der Inflation und Produktionssteigerungen seit der ersten KMU-Definition 1996 erheblich angehoben. Als Kleinstunternehmen anzusehen sind danach Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und einem Umsatz oder einer Bilanzsumme von bis zu zwei Millionen Euro (1996: nicht definiert). Unternehmen mit weniger als 50 Arbeitnehmern und bis zehn Millionen Euro Umsatz (1996: sieben Milionen Euro) oder Bilanzsumme (1996: fünf Millionen Euro) zählen zu den Kleinbetrieben. Mittlere Unternehmen haben unter 250 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz bis 50 Millionen Euro (1996: 40 Millionen Euro) oder eine Bilanzsumme von 43 Millionen Euro (1996: 27 Millionen Euro). Die Definitionsänderung hat zur Folge, dass nationale Unterstützungsmaßnahmen und europäische KMU-Förderprogramme nur noch für diejenigen Unternehmen zugänglich sind, die die Merkmale tatsächlicher kleiner und mittlerer Unternehmen aufweisen, auch in der Wirtschaftskraft.