Grüne Branche

Europa wächst über die Jugend zusammen: duale Ausbildung und Auslandspraktika

Zwei europäische Organisationen veranstalteten Anfang Mai erstmalig gemeinsam eine Netzwerkkonferenz: Die Europäer (DE) und Europea, die eine mit einem gartenbaulichen, die andere mit einem landwirtschaftlichen Schwerpunkt. Ihr gemeinsames Anliegen und gleichzeitig Thema der mehrtägigen Veranstaltung: die EU-weite Mobilität für Auszubildende in Gartenbau und Landwirtschaft weiter zu entwickeln. Der erste, landwirtschaftlich ausgerichtete Teil fand in Schleswig-Holstein statt, der zweite, gärtnerische im Ammerland. Vertreter aus mehr als 20 europäischen Nationen, Gärtner und Landwirte aus der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, konnte Hermann Epping, in festlichem Rahmen im Alten Kurhaus in Bad Zwischenahn begrüßen. Damit habe sich für ihn ein Traum erfüllt, sagte der Vorsitzende von DE, denn um ein gemeinsames europäisches Haus zu errichten, müsse man mit-, von- und füreinander lernen und ein Haus mit offenen Türen und Fenstern bauen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung betonten mehrfach, welchen Stellenwert auch künftig eine international angelegte Ausbildung hat. Auslandspraktika steigerten die persönliche Kompetenz der jungen Gärtner und vertieften die Kenntnisse und Fähigkeiten in der Betriebswirtschaft, den Kulturtechniken und -verfahren sowie im Umweltschutz. Es besteht ein politischer Wille, diese Aktivitäten zu stärken und die nationalen Grenzen zu überwinden. Mittlerweile seien über 4000 Praktikanten von "Die Europäer" in diverse Baumschulen vermittelt worden, von einer Organisation, die ihren Ursprung im Ammerland hat, wie Janos Fekete, Vizepräsident von DE und Präsident des ungarischen Ausbildungsverbandes für Gartenbau, in seiner Begrüßung ausführte. Inzwischen gebe es zahlreiche multinationale Kontakte und in vielen Ländern Ausbildungs- und Schulprogramme sowie weitere Aktivitäten, etwa Beteiligungen an Ausstellungen wie der Olba. Die Inhalte der Ausbildungsprogramme seien einfach formuliert, ihre einzelnen Module daher leicht verständlich und gut übertragbar in die verschiedenen nationalen Ausbildungsgänge.