Grüne Branche

Europäische Weihnachtsbaum-Anbauer tagten in der Schweiz

Der Rat der europäischen Weihnachtsbaumanbauer tagte im Juni 2011 in der Schweiz. Von St. Gallen im Nordosten bis nach Genf im Südwesten sind es 300 Kilometer und von Basel im Nordwesten bis in den südöstlichsten Zipfel hinter Lugano misst die Schweiz 150 Kilometer per Luftlinie. Dorthin reisten knapp 60 Weihnachtsbaumproduzenten aus dem europäischen Ausland zur diesjährigen Sommertagung, um das Land sowie die Produktions- und Vermarktungsbedingungen kennenzulernen.

mit 18 Personen war Österreich, gefolgt von 16 aus Deutschland, sechs beziehungsweise fünf aus Dänemark und Norwegen und jeweils einem aus Belgien, den Niederlanden und der Tschechei. Das Gastgeberland selbst war mit acht Personen dabei. Eingeladen hatte die Interessengemeinschaft IG Suisse Christbaum. Deren Präsident, Alfred Spaltenstein, äußerte in seinen Grußworten die Hoffnung, dass nicht nur die Gäste, sondern auch die Gastgeber von dem Treffen etwas lernen können. „Wir vermarkten fast alle selbst und möchten mit Unterstützung des Europäischen Anbauerverbandes Alternativen zur Nordmanntanne finden, die sich hier anbauen lassen und mit denen wir gegenüber den Ketten und Großhandelsanbietern punkten können.“ Die IG Suisse wurde 2003 als eine gesamtschweizerische Interessengruppe gegründet und vertritt heute etwas mehr als 200 Mitglieder – neben Christbaumproduzenten einige weitere, interessierte Wirtschaftspartner. Ihre Ziele und Aktivitäten entsprechen weitgehend denen anderer Interessenvertretungen, seien es nun Arbeitsgemeinschaften oder eingetragene Vereine. Eine wichtige Rolle spielt allerdings das Marketing und die Medienarbeit für den einheimischen Baum auf allen Handelsstufen. Deshalb wird auch eine Qualitätsmarke für garantierte Schweizer Herkunft vertrieben und ihr Einsatz kontrolliert. Der seit etwa zwei Jahren als Geschäftsführer der IG Suisse agierende Philipp Gut gab zur Einstimmung eine Übersicht über die Schweizer Eigenheiten wie einen hohen Anteil an Berggebieten, die Viersprachigkeit und natürlich den Weihnachtsbaumanbau. Gut, der die Tagung mit Unterstützung seines Vorgängers, Joseph Brägger, organisiert hatte, hatte eingeladen ins Bildungszentrum Wallierhof in Riedholz bei Solothurn, wo im Norden das Berner Jura-Gebirge beginnt. Dort, in der Fachstelle Spezialkulturen, ist Gut außerdem als Berater für Produzenten von Obst, Gemüse und Beeren tätig.

(jen)

Lesen Sie mahr dazu in der TASPO-Ausgabe Nr 31 vom 4.8.2011