Grüne Branche

Exportzahlen im belgischen Gartenbau haben sich verschoben

Die Exporte aus Belgien, die den Bereich der nicht essbaren Gartenbauprodukte umfassen, also Blumen, Topfpflanzen, Stauden und Gehölze, haben sich in den vergangenen zehn Jahren wertmäßig fast verdoppelt. Sie machten insgesamt im Jahr 2006 etwa 502 Millionen Euro aus. Der allergrößte Anteil ging in die alten EU-Staaten, noch ein geringer Teil in die neuen EU-Staaten, nur wenige Prozent verteilten sich auf Drittländer. An erster Stelle der gesamten Exporte von Belgien aus steht Frankreich mit rund 198 Millionen Euro, gefolgt von den Niederlanden mit 118 Millionen Euro. An dritter Stelle steht Großbritannien mit 70 Millionen Euro und Deutschland erst an vierter Stelle mit 36 Millionen Euro oder 7,2 Prozent. Die meisten Anteile haben sich in den vergangenen zehn Jahren nicht sehr groß verschoben. Den größten Exportanteil haben Zimmerpflanzen mit 28 Prozent, gefolgt von Baumschulware mit 19 Prozent, dann Schnittblumen mit zwölf Prozent. Besondere Veränderungen gab es in den vergangenen Jahren bei Azaleen und Rhododendron. Hat Belgien noch vor zehn Jahren für rund 42 Millionen Euro diese Pflanzen exportiert, so waren es im Jahr 2006 nur noch für 32 Millionen Euro.

Topfpflanzen legten von 93 Millionen auf rund 140 Millionen Euro zu, Schnittblumen von 27 auf 60 Millionen Euro, Schnittgrün von 8 auf 50 Millionen Euro. Beetpflanzen stiegen von 20 auf 45 Millionen Euro und Stauden von fünf auf acht Millionen Euro.

Bei den Baumschulprodukten wuchs insgesamt der Wert der belgischen Exporte von 42 Millionen Euro im Jahr 1996 auf rund 97 Millionen Euro im Jahr 2006. Forstgehölze stiegen von acht Millionen auf 14 Millionen Euro, Obstgehölze von sechs Millionen auf elf Millionen Euro, Rosen blieben in etwa gleich bei 3,5 Millionen Euro, und die übrigen Gehölze stiegen von 26 Millionen auf 70 Millionen Euro. Weitere Posten in der Exportstatistik des Flandrischen Agrarmarketing-Büros (VLAM) sind Blumenzwiebeln und Knollen im Wert von 19 Millionen Euro, Jungpflanzen, Stecklinge und Saatgut im Wert von 63 Millionen Euro. Von den Azaleen und Rhododendron, deren Exportwert 2006 32,3 Millionen Euro ausmachte, gingen nur etwa 2,4 Millionen Euro nach Deutschland. Wichtigster Abnehmer ist Frankreich. Von den belgischen Topfpflanzen im Gesamtwert von 140 Millionen Euro ging ein Anteil von 70 Millionen nach Frankreich und nur im Wert von 14 Millionen Euro nach Deutschland. Vom Schnittgrün mit einem Wert von insgesamt rund 48 Millionen Euro gingen über 82 Prozent in die Niederlande und nur ein sehr kleiner Bruchteil nach Deutschland.