Grüne Branche

Eye-Tracking: Pilotbetriebe gesucht

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Mitnahmeartikel, die im Kassenbereich schnell noch in den Einkaufswagen wandern – hier lässt sich der eine oder andere Euro zusätzlich verdienen. Ob Sie Ihr Kassenumfeld so eingerichtet haben, dass die Kunden über Angebote stolpern und zum Kauf animiert werden, können Sie jetzt ganz strategisch analysieren. Mit der Methode der Blickerfassung, kurz Eye-Tracking.

Der analytische Blick durch die Tracking-Brille an sich ist nicht ganz neu: Die Eye-Tracking-Technologie wurde ursprünglich vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS entwickelt. Parallel entwickelten verschiedene Hersteller auch kommerziell anwendbare Versionen, etwa für den Einsatz im Marketing.

Eye-Tracking-Brille: Probeeinsatz auf der IPM

Zum Probeeinsatz hatte das Unternehmen GreenSurvey seine Eye-Tracking-Brille mit auf die IPM gebracht. 45 Probanden erklärten sich bereit, die Brille auszuprobieren, verkabelt mit einem Laptop. Zuerst wurden die beiden innenseitigen Augenkameras mit der Blickkamera (vorne) für jeden Probanden individuell kalibriert.

Anschließend mussten die Teilnehmer des Experiments auf ein Bild an der Wand schauen und entscheiden, welche der beiden dort abgebildeten weißen Orchideen sie kaufen würden. Die linke in einer Folienverpackung im Kunststofftopf mit grell-gelbem Marken-Logo. Die rechte ohne Folie, vor schwarzem Hintergrund und im Öko-Topf mit Bio-Label und anderen Kennzeichnungen.

„Zugegeben, das Experiment war so angelegt, dass sich die Mehrheit der Betrachter für die Orchidee mit den frei sichtbaren Blüten entscheiden würde“, gibt Geschäftsführer Andreas Gabriel zu, „aber auf diese Art und Weise können wir zeigen, worauf die Menschen achten.“

Preis hat sehr geringen Einfluss auf Auswahlentscheidung

Und das war in diesem Fall ganz eindeutig: Die Blicke bei der folienverpackten Pflanze verweilten besonders auf der Verpackung, dem Label und dem Preis. Bei der nicht verpackten Pflanze bissen sich die Blicke an den gut zu sehenden Blüten und vor allem dem Bio-Label fest. „Insgesamt wurde deutlich, dass der angegebene Preis bei den meisten Teilnehmern einen sehr geringen Einfluss auf die Auswahlentscheidung hatte“, erklärt Gabriel.

Um innovative Methoden aus der Wissenschaft auch in der Praxis zu nutzen, will GreenSurvey zusammen mit seinem Kooperationspartner, der Firma Greenworks GmbH aus Feucht, eine Pilotstudie bei Gartencentern oder Einzelhandelsgärtnereien durchführen.

Pilotstudie: einfach melden und mitmachen!

Mit Hilfe des Eye-Trackings sollen eine optimale Produktauswahl und Produktplatzierung ermittelt werden, um Umsatzpotenziale im Kassenbereich voll ausschöpfen zu können. Greenworks übernimmt dazu das Coaching vor Ort und erarbeitet Strategien, wie diese Potenziale umgesetzt werden können.

Wäre das nicht auch etwas für Ihr Geschäft? Wenn ja, dann wenden Sie sich an GreenSurvey, die noch Pilotbetriebe suchen.