Grüne Branche

Fachgruppe LED-Pflanzenlicht traf sich

Bereits zum zweiten Mal traf sich die Fachgruppe LED-Pflanzenlicht mit rund 40 Teilnehmern Mitte Mai an der Universität Duisburg-Essen auf dem Campus Duisburg. Eingeladen hatte wiederum das Kompetenznetz Optische Technologien, kurz OpTech-Net, vom Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik. 

Vereinigt wird in der Fachgruppe sowohl die technische Seite aus Wissenschaft und Industrie sowie die Anwenderseite, aus Gartenbau, Biologie und Botanik mit ihren speziellen Anforderungen. 

LED besitzen ein großes Potenzial, bergen aber noch ein hohes finanzielles Risiko. Die Grundtechnik ist zwar einfach, aber die Anforderungen wie ein spezielles Farbspektrum aus der Praxis fehlen, da umsetzbare Erfahrungen noch nicht vorliegen.

Problem für die Hersteller könnte sein, dass der Gartenbau einen viel zu kleinen Markt abbildet. Und Anwendungen in Wissenschaft und Forschung, im Einsatz in Klimaklammern viel zu spezielle Anforderungen verlangen, die nicht so einfach zu bedienen sind.

Denn in der Anwendung muss man exakt trennen, ob LED im Gewächshaus eingesetzt werden sollen oder ob sie im Innenraum große Pflanzen beleuchten oder in Klimakammer und der Gewebekultur eingesetzt werden, ob sie als Regelsystem installiert werden oder nur als Zusatzlicht wie bei Tomaten.

Benötigt werde Grundlagenforschung, denn nicht nur Pflanzen, sogar Sorten und Klone, haben unterschiedliche Ansprüche, was bedeutet, öffentliche Forschung mit öffentlichen Ergebnissen werden dringend gebraucht, war sich die Runde einig.

Möglichst bald will das Netzwerk aus dem Förderprogramm ZIM, dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie Mittel beantragen. In diesen Programmen wird die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen auch in Netzwerken unterstützt. (fri)